Bußfeier mit dem Faltblatt „Kehr um!“
Ostern 2005
(für Jugendliche und Erwachsene)
Bußfeier als PDF-Datei
Vorbereitung:
Für jeden ein Faltblatt gemäß unten
stehender Zeichnung.
 Die
Bilder rechts bitte entsprechend kopieren.
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5) DIN A4
Ein Anker
aus umgebogenen Nägeln
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3) DIN A6
Ein Haufen
Steine
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4) DIN A5
Ein Herz, von
Stacheldraht umgeben
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1)
DIN A7
Thema:
Kehr um!!
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2)
DIN A7
Ein Hahn kräht
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6) Die gesamte
Rückseite = DIN A 3: Einer trägt
einen Toten fort
Hinweise
Das Faltblatt wird erst nach dem ‚Gebet’
ausgeteilt. Wenn die Besucherzahl sehr hoch liegt, können Körbchen
mit den Faltblättern in der Kirche verteilt stehen, die aber auch
erst nach dem ‚Gebet’ ausgeteilt werden, um ein vorzeitiges
Auffalten zu verhindern.
Abkürzungen
L.
= Gottesdienstleiter oder
Gottesdienstleiterin
GL
= Gotteslob
Spr.:
= Sprecherin oder Sprecher
●
= Es folgen Gewissensfragen
Tr = Liederbuch „Troubadour für Gott“,
Kolping-Bildungswerk,
Sedanstr. 25, D-97082 Würzburg
Lied
Heb die Augen GL 854, 1. + 2. Str.
Persönliche Begrüßung – Gebet
Gott, Quelle des
Lebens! Wir sind hier, um dir unsere inneren Wunden
entgegenzuhalten.
So oft haben wir
das Böse nicht durch das Gute überwunden und uns letztlich dabei
selbst bestraft. Wir bitten dich: Lass uns jetzt in deine Gegenwart
eintauchen und neue Hoffnung schöpfen – durch Christus, unseren
Herrn.
Aktion
Die Faltblätter mit der Bitte verteilen, sie
erst auf Anweisung hin aufzufalten, der natürlichen Neugierde also
Zügel anzulegen. Entsprechend langes Orgelspiel.
GEWISSENSERFORSCHUNG -
MEDITATION
1. Wir schauen auf die Titelseite
des Faltblattes:
Die Sackgasse – Kehr um!
Wie der Blitz bei der Radarkontrolle
schreckt die Figur auf. Vorher noch guten Gewissens unterwegs, setzt
jetzt sofort das Nachdenken ein: Was habe ich falsch gemacht? Wie
viel bin ich zu schnell gefahren? Jetzt erst wird alles genauestens
bedacht!
Auch eine Bußfeier kann das bewirken: Bin ich auf dem Weg in eine
Sackgasse? Erst der Blitz eines wachen Gewissens lässt mich genauer
hinsehen und manches erkennen, was mir vorher verborgen blieb. Wie
ein Zeitgenosse es beschreibt:
Ich weiß nicht,
was ich beichten soll!
Ich habe mir nichts vorzuwerfen.
Ich halte mich immer an meine Grundsätze:
belüge und betrüge niemand.
Ich bin höchstens ungeduldig –
oder ich habe schon mal das Beten vergessen.
Manchmal hätte ich auch mehr Verständnis zeigen können –
mit meiner Frau, den Kindern und den Arbeitskollegen.
Eigentlich habe ich mich nicht sehr viel um sie gekümmert.
Ich habe mich recht wenig um sie gekümmert.
Ich habe nur an mich gedacht. – Ich kenne eigentlich nur mich.
Ich erkenne das. – Ich bekenne.
Nach Lothar Zenetti, Texte der
Zuversicht
2. Wir
schauen auf die Rückseite des Faltblattes:
Ein Hahn, der kräht
Und wie er kräht! Was fällt uns dazu
ein? Wir hören einmal die Stelle aus dem Evangelium nach Markus:
1. Spr.: Als Petrus unten im Hof
war, kam eine von den Mägden des Hohenpriesters. Sie sah, wie Petrus
sich wärmte, blickte ihn an und sagte: Auch du warst mit diesem
Jesus aus Nazaret zusammen.
2. Spr.: Doch er leugnete es und
sagte: Ich weiß nicht und verstehe nicht, wovon du redest. Dann ging
er in den Vorhof hinaus. Als die Magd ihn dort bemerkte, sagte sie
zu denen, die dabeistanden, noch einmal: Der gehört zu ihnen.
1. Spr.: Er aber leugnete es
wieder ab. Wenig später sagten die Leute, die dort standen, von
Neuem zu Petrus: Du gehörst wirklich zu ihnen; du bist doch auch ein
Galiläer. Da fing er an zu fluchen und schwor: Ich kenne diesen
Menschen nicht, von dem ihr redet.
2. Spr.:
Gleich darauf krähte der Hahn zum zweiten Mal und Petrus erinnerte
sich, dass Jesus zu ihm gesagt hatte: Ehe der Hahn zweimal kräht,
wirst du mich dreimal verleugnen. Und er begann zu weinen. (Mk
14,66–72)
Der
Schriftsteller Rudolf Otto Wiemer hat zu diesem Hahn geschrieben:
Verdammter Hahn! Jede Nacht hör ich ihn krähn
und schmecke den Rauch des Wachfeuers auf der Zunge.
Und höre die pockennarbige Magd, die mit den Haarzotteln:
Warst du nicht bei ihm? Und höre mich sagen: Nein.
Und seh bei der Glut die Soldknechte würfeln.
Und sehe die Hände, die mich befreiten, gefesselt.
Und spüre den Blick beim Qualm der Fackel,
das blutige Aug, das mich sucht.
Und wende mich ab und sage: Ich bin’s nicht.
Verdammter Hahn. Jede Nacht schneide ich ihm den Hals ab.
Doch das Vieh kräht, kräht. Kräht unterm Messer.
Der Hahn schreit
also die Verleugnung des Petrus in den Himmel. Laut und
durchdringend. Petrus, der Freund, und dann so was! Wo müsste der
Hahn bei mir krähen? Höre ich den Hahnenschrei überhaupt? Wo habe
ich einen Freund, den Partner, einen Arbeitskollegen verleugnet?
Auch meine Kinder, meine Frau, meinen Mann? Stehe ich zu meinem
Freund Jesus Christus? Ist er für mich ein Freund?
Lied:
Sag nicht, wir gingen immer
so Heft 56
3. Wir entfernen die
Büroklammer und falten das Blatt einmal auf:
Ein Haufen Steine.
Dieses Bild wird die Bibelfesten an die
Ehebrecherin erinnern (Joh 7,53b–8,11). Da haben die selbstgerechten
Schriftgelehrten und Pharisäer schon die Steine in der Hand. Wir
wissen, wie hart und unerbittlich damals die Gesetze waren – ähnlich
wie im Islam heute noch. Jesus aber sagt zu ihnen: „Wer von euch
ohne Sünde ist, der werfe als Erster einen Stein auf sie.“
Jesus reagiert nicht mit Vorwürfen, obwohl
die Sünderin um ihre Schuld weiß – und natürlich auch der Mann darum
wissen sollte, der sie verführte oder sich verführen ließ.
● Sitzen wir
nicht bei all unserer Schuld im Glashaus, wenn wir mit
Steinen auf andere zielen? Lassen wir uns gerne ablenken von unserer
Schuld und unserer Gleichgültigkeit, indem wir auf die Verfehlungen
anderer schauen? Stellen wir in unseren Urteilen das Gesetz höher
als das Herz? Bauen wir etwas Nützliches aus all den Steinen, die
nach uns geworfen werden?
Ein anderer
Schriftsteller, Wilhelm Willms, macht uns dabei auf etwas
aufmerksam, bei dem wir den Atem anhalten können. Er schreibt:
Gott, ich habe in
einem Menschen Schlechtes entdeckt!
Und Gott sagt: Ja, du hast das Schlechte in einem Menschen entdeckt,
weil dieses Schlechte auch in dir ist.
Denn die Menschen, mit denen du umgehst, sind deine Spiegel:
Du kannst dich in ihnen selbst erkennen. –
Man erkennt also nur in anderen, was auch in einem selbst ist!
Sei also vorsichtig, wenn du andere schlecht machst:
Du redest über dich selbst!
Nach Wilhelm Willms, Mit Gott im Spiel
Lied: O Herr, nimm unsere Schuld GL 168,
1. – 4. Str.
4. Wir falten einmal
weiter auf:
Ein Herz – umgeben von
Stacheldraht
Stacheldraht erinnert an unüberwindliche
Grenzen, da können wir uns etwas aufreißen, blutende Wunden holen.
Und wenn dieser Stacheldraht noch elektrisch geladen ist ...
So erlebt jeder
Mensch seine Grenzen. Unser Traum vom glücklichen erfüllten Leben
stößt an die eigene Begrenztheit. Reiben wir uns an diesem
Stacheldraht zu Tode?
Mit dieser Frage
kam auch ein junger Weißer zu einem Indianer-Häuptling. Der hörte
lange zu, schüttelte langsam den Kopf und sagte: „Du klagst
ausgerechnet bei mir über die Grenzen deiner Freiheit, dem Weiße
seinen Lebensraum nahmen und nur ein Reservat zustanden?“
Und er führte den jungen Mann zu einer Koppel, in der Pferde
friedlich grasten. Nur ein schwarzer Hengst jagte hin und her und
riss sich wund am Stacheldraht. Etwas Unversöhntes in ihm trieb ihn
umher und ließ ihn sich nicht abfinden mit seinen Grenzen.
Der Häuptling schaute den Weißen an und sagte: „So ist auch deine
Seele. Du reißt dich wund an den Grenzen deines Lebens. Der
Hengst wird an seiner Sehnsucht zugrunde gehen, wenn er sich nicht
ändert. Du aber kannst das, was unveränderbar ist, annehmen. Söhne
dich aus mit dir selber. Sonst richtest auch du dich noch zugrunde.
● Liegt auch in uns Unversöhnliches, an dem
wir uns blutig verletzen?
Haben wir uns mit der mangelnden Anerkennung
in unserer Kindheit abgefunden, mit den Grenzen unseres Aussehens,
unserer Beliebtheit, unserem schmaleren Geldbeutel, unserer
gesellschaftlichen Stellung? Tragen wir noch den Stacheldraht einer
Demütigung oder einer Ungerechtigkeit im Herzen?
Wem gegenüber haben wir Stacheldraht
aufgezogen und lassen ihn oder sie nicht mehr heran? Verletzen wir
uns nicht selber dabei bei jeder Begegnung?
Liebe Männer! Warum sterben manche lieber
fünf Jahre eher als die Frauen, bevor sie andere an das Dunkle,
Harte und vielleicht Unversöhnte in ihrem Herzen heranlassen, das so
unbeweglich macht? Werfen wir sogar Gott Verletzungen und
Grausamkeiten vor?
Dabei kann Er allein unsere Herzen zu
versöhnten machen. Und so geht die Reihenfolge, wenn wir uns aus dem
Gefängnis befreien wollen: Uns zuerst mit Gott aussöhnen. Er gibt
uns dann die Kraft, uns mit uns selbst auszusöhnen und dann mit den
anderen.
Dieser Abschnitt z.T. nach Marianne
Pichlmann, Versöhnung leben.
Meditation
1. Spr.: Es
ist nie zu spät, sich zu versöhnen.
Wer nicht den Mut dazu aufbringt, trägt weiterhin
Stacheldraht im Herzen.
Und der fügt noch andere Verwundungen zu.
Letztlich strafe ich mich selbst.
2. Spr.: Bei der Versöhnung muss ich langsam vorgehen:
Die Drahtschere schneidet Stück um Stück weg.
Immer wieder neuen Anlauf nehmen, keine Stelle übersehen!
1. Spr.: Den Hunger nach Anerkennung haben auch die anderen.
Den selbstverständlichen Dank hören auch die anderen immer seltener.
Verständnis ist deshalb seltener, weil jeder mit seinen Kümmernissen
beschäftigt ist.
2. Spr.: Dir wurde im Leben schon viel geschenkt und auch
vergeben.
Darum wage doch den ersten Schritt, so weit es an dir liegt
und so weit du irgendwie nur kannst.
Es ist nie zu spät, das Herz freier atmen zu lassen.
Orgelspiel
Lied: Meine engen Grenzen Tr 115
Alternativ: Ins Wasser fällt ein Stein Tr 7, 1-
+ 3. Str.
5. Wir falten noch einmal
weiter auf:
Ein Anker aus
umgebogenen Nägeln
Nägel können wehtun. Vor allem die, auf
denen wir uns festgenagelt fühlen: Ein Leid, die mangelnde Begabung,
den Misserfolg, die Arbeitslosigkeit, die gescheiterte Ehe, ein
Kind, das sich uns entfremdet hat ... Nicht weniger leiden andere,
wenn wir sie mit unseren Vorurteilen und Verdächtigungen
festnageln.
Aber die Nägel
sind ja umgebogen! Wir hören dazu eine Geschichte:
1. Spr.:
Es war einmal ein Junge, der
hatte einen schlechten Charakter. Darum gab ihm sein Vater ein
Säckchen mit Nägeln und sagte, er solle immer dann, wenn er die
Geduld verloren und deshalb mit jemandem gestritten habe, einen
Nagel in den Gartenzaun schlagen. Am ersten Tag schlug der Junge 37
Nägel in den Zaun.
2. Spr.:
In den folgenden Wochen lernte er, sich zu beherrschen und die
Anzahl der Nägel im Gartenzaun nahm von Tag zu Tag ab; er hatte
erkannt, dass es einfacher war, sich zu beherrschen, als Nägel
einzuschlagen. Endlich kam der Tag, an dem der Junge keinen einzigen
Nagel mehr in den Zaun schlug. Da ging er zu seinem Vater und
erzählte ihm, dass er keinen einzigen Nagel eingeschlagen habe.
1. Spr.:
Sein Vater sagte ihm nun, er solle an jedem Tag, an dem er die
Geduld nicht verloren habe, einen Nagel aus dem Zaun herausziehen.
Die Zeit verging, und endlich konnte der Junge seinem Vater sagen,
dass er alle Nägel entfernt hatte.
2. Spr.:
Der Vater führte seinen Sohn zum Zaun und sprach: „Mein Sohn, du
hast dich gut entwickelt aber sieh dir die Löcher im Zaun an. Er
wird nie wieder so sein wie vorher. Wenn du dich mit jemandem
streitest und ihm etwas Bösartiges sagst, hinterlässt das bei ihm
eine solche Verletzung wie diese hier. Du kannst ein Messer in einen
Menschen stechen und es danach wieder herausziehen, aber es bleibt
immer eine Verletzung zurück. Egal wie oft du dich dafür
entschuldigst, die Verletzung bleibt. Eine Verletzung durch Worte
tut genauso weh wie eine körperliche. Deshalb ist es gut, dass du
gelernt hast, dich zu beherrschen, um andere nicht zu verletzen."
Aus: Willi
Hoffsümmer (Hg.) Kurzgeschichten 7, 144 Kurzgeschichten für
Gottesdienst,
Schule und Gruppe, Nr. 35, Grünewald-Verlag Mainz 2003
Es bleiben die Narben der Verletzungen, auch
wenn wir die Nägel umbiegen oder herausziehen. Aber sie können uns
einsichtiger machen, mitfühlender, barmherziger.
Jesus Christus hat durch sein Leiden und
Kreuz die Nägel umgebogen, zum Zeichen der Hoffnung gemacht, dass
alles gut enden wird. Im Glauben an ihn können wir unter den Ängsten
und mit den Narben weiterleben, anders weiterleben. (Stille)
Wir singen dem, der die Nägel unserer Schuld
umgebogen hat und uns den Anker der Hoffnung schenkte, das Lied des
Mitgefühls und des Dankes:
Lied: O Haupt voll Blut und
Wunden GL 179, 1. 4. + 5. Str.
6. Wir schlagen die letzte
Seite auf:
Einer trägt einen Toten
fort
Die beiden
erraten Sie nie! Nein, nicht der barmherzige Samariter, denn der auf
dem Rücken ist tot. Diese Darstellung befindet sich in Stein
gemeißelt an der Basilika St. Madelaine in Vézely. Drastisch hat
dort ein Bildhauer die Selbsttötung des Judas ins Bild gesetzt und
gleich daneben dieses Bild angebracht: Jesus trägt den toten Judas
fort.
Jesus zeigt sich als der Gute Hirt, den das verlorene Schaf auch
dann noch kümmert, wenn es nicht mehr aus der Sackgasse herausfand.
So einer ist Jesus! Wir können uns vor dieser Liebe nur verneigen!
Wenn Jesus so ist, dann ist es nie zu spät, umzukehren. Wie sagte
der gute Papst Johannes XXIII.: Dass es eine Hölle gibt, daran ist
nicht zu zweifeln. Aber ob einer in der Hölle ist? – Bei
der Barmherzigkeit Gottes! (Die Hölle hat ja die Türklinken
innen.)
Es gibt eine
Legende aus dem katholischen Umfeld, die diese unvorstellbare
Barmherzigkeit Gottes unterstreicht: Die Legende erzählt vom ewigen
Fest. Alle sind um den Tisch versammelt beim himmlischen
Hochzeitsmahl. Aber warum beginnt Jesus nicht? Warum wartet er noch?
Warum schaut er ab und zu zur Tür? Und es dauert!
Dann endlich geht die Tür auf. Herein kommt – Judas! Jesus steht
auf, geht ihm entgegen und sagt: „Mein Freund, ich habe auf dich
gewartet!“
„Mein Freund!“ – selbst beim Verräterkuss
hat Jesus diesem Jünger diese Bezeichnung gelassen: „Freund, dazu
bist du gekommen?“ (Mt 26,50)
Darum haben wir dieses Bild ganz groß gemalt und als Letztes wie
eine Krönung über alle Bilder dieser Bußfeier gestellt. Der Gute
Hirt gibt auch seine verlorenen Schafe nicht auf!
● Könnten wir einen unserer Schuldner so
wegtragen wie Jesus? Haben wir andere maßlos enttäuscht? Haben wir
Vertrauen ausgenutzt? Können wir deshalb so schlecht verzeihen, weil
wir uns verraten fühlen?– Ahnen wir, welche Sprengkraft unser Glaube
haben könnte, wenn wir uns auf diesen Jesus einließen?
Meditation
1. Spr.: Noch ist es nicht zu spät, den nächsten Schritt zur
Versöhnung zu tun.
Noch geben wir die Fülle der Barmherzigkeit Gottes zu armselig und
geizig weiter.
2. Spr.: Denn nur das Brot, das wir anderen zu essen geben,
wird uns im Reiche Gottes sättigen.
Nur die Worte, die Leid linderten, werden uns im Reiche Gottes
trösten.
1. Spr.: Nur die Kleider, mit denen wir Halbnackte und Frierende
bekleideten,
werden uns bedecken.
Nur die Schuhe, die wir verschenkt haben,
helfen uns über die glühenden Kohlen der Gewissensbisse.
2. Spr.: Noch geben wir die Fülle der Barmherzigkeit Gottes zu
armselig und geizig weiter.
Warum wagen wir nicht den nächsten Schritt zur Versöhnung?
Wir beten gemeinsam langsam:
Ich steh vor dir mit leeren Händen GL 621, 1. – 3. Str.
Schuldbekenntnis –
Lossprechungsbitte – Segen
Aktion
Nehmen Sie die gefaltete Bußfeier mit, um
sich zu erinnern, um sie anderen zu zeigen und dabei ein Wort der
Erklärung weiterzugeben.
Alle Texte sind abrufbar unter
www.pfarrepaffendorf.de
Schlusslied
Herzliebster Jesu GL 180, 3. + 4. Str.
Willi Hoffsümmer
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