Kirchenchor Zieverich
 
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22.04.09

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Der Kirchenchor St. Gereon Bergheim-Zieverich

wurde 1980 von Christl Betz und Norbert Keßler, der ihn auch seit 1984 leitet, als erstes Kirchenmusik-Ensemble des Bergheimer Stadtteils Zieverich gegründet. Anfänglich war der Chor nur der Liturgiegestaltung an der Zievericher Filialkirche St. Gereon verschrieben. Bald nach Übernahme durch den heutigen Chorleiter weitete sich das Tätigkeitsfeld aber deutlich aus. Neben fünf bis zehn Gottesdiensten, die der Chor jährlich in Zieverich und Paffendorf gestaltet, kam bald eine Reihe von kleineren und größeren Konzerten im Bergheimer Raum und teilweise weit darüber hinaus hinzu, die für einen Kirchenchor dieser Größenordnung sicher als bemerkenswert bezeichnet werden können.

Der Chor hat zur Zeit ca. 30 Mitglieder aller Altersklassen und pflegt ein Repertoire, das der Größe und dem musikalischen Können seiner Mitglieder möglichst gut angepasst ist. Neben der Musik des Barock und den Messkompositionen der Klassik liegt dem Chor besonders die Pflege der Kompositionen Josef Gabriel Rheinbergers am Herzen, von denen er u. a. die Weihnachtskantate „Der Stern von Bethlehem“ (1998 in Kloster Steinfeld) und das Requiem d-moll op. 194 (2003 im Bonner Münster) aufführte. Besondere Beachtung fand die erste Wiederaufführung der Kantate „Jephtas Opfer“ 1994. Aber auch die erste moderne Wiederaufführung der Matthäus-Passion (1730) von G. Ph. Telemann im Jahre 1996 fand ein interessiertes Echo in Presse und Rundfunk.  An dieser Repertoire-Konzeption wird schon deutlich, dass sich der Chor gerne mit Werken auch abseits der ausgetretenen Repertoire-Pfade auseinandersetzt.

Besondere Höhepunkte waren Konzerte und Gottesdienste in den Domkirchen von Köln, Essen und Xanten, dem Bonner Münster, der Basilika Kloster Steinfeld, der Kathedrale Notre Dame in Paris und der Abteikirche St. Rémi in Reims sowie Auftritte bei den Katholikentagen Aachen und Berlin. Dabei tat sich der Chor häufig mit anderen Chören zusammen, um so auch Projekte realisieren zu können, die einer größeren Sängerschar bedürfen, so mit dem Chor am Gutenberg-Gymnasium Bergheim, dem Remigiuschor Bergheim,  dem Chorus cum animo Düsseldorf, der Chorgemeinschaft ‚Allegro Vivace’ Bad Münstereifel (die ebenfalls 1994 bis 2000 von Norbert Keßler geleitet wurde) sowie zuletzt mit der Kantorei St. Maria Königin Kerpen-Sindorf.

Foto: Mozart-Konzert des Kirchenchores St. Gereon Bergheim-Zieverich am 03.12.2006
in St. Pankratius Bergheim-Paffendorf

Für seine Konzerte konnte der Chor u. a. das Gürzenich-Orchester der Stadt Köln, das Orchester der Kölner Kammermusiker und die auf historischen Instrumenten spielende Johann Christian Bach-Akademie verpflichten; zahlreiche Vokal- und Instrumentalsolisten wirkten mit und sind dem Chor freundschaftlich verbunden, darunter die Organisten Prof. Dr. Wolfgang Bretschneider und KMD Prof. Johannes Geffert sowie die Kölner Spezialistin für Barockvioline Prof. Ingeborg Scheerer.

Besondere Akzente im kirchenmusikalischen Leben der Pfarrgemeinde setzen auch kirchenmusikalische Reihen, so die regelmäßig stattfindenen „Offenen Singen zum Abschluss der Weihnachtszeit“ in St. Gereon und vor allem die Reihe „Musik zum Schnitzaltar“, deren Konzerte jeweils ein Bild des berühmten Flandrischen Schnitzaltares aus der Paffendorfer Kirche zum Thema macht und musikalisch umrahmt.

Foto: Konzert  des Kirchenchores St. Gereon Bergheim-Zieverich am 14.01.2007
in St. Georg in Bergheim

In der Gottesdienstgestaltung versucht der Chor den Uniformitätstrends heutiger Liturgiegestaltung entgegenzuwirken - mit Chormusik aus 1000 Jahren abendländischer Musikgeschichte von der Gregorianik bis zur Moderne einschließlich des Neuen Geistlichen Liedgutes.

Im Zentrum der Probenarbeit steht der allwöchentliche Probenabend am Dienstag. Daneben findet alljährlich in der Regel ein Chorwochenende in einem Bildungshaus statt, bei dem intensive Konzertvorbereitung betrieben wird. Workshops begleiten die Chorarbeit - hier finden Einführungen in thematische Schwerpunkte oder auch praktische Anleitungen zum Umgang mit dem „Instrument Stimme“ statt. Ein professioneller Stimmbildner begleitet den Chor vor allem mit Einzelarbeit.


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