Fußball - WM
 
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27.08.06

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Fußball - wie im Spiel des Lebens.

Fußball-Weltmeisterschaft

(ab 3. Schuljahr + Familien)

Gottesdienst als PDF-Datei


Vorbereitung /Symbol

Ein Fußball liegt bereit.

L.: = Leiterin oder Leiter des Gottesdienstes.

Hinweis

In diesen Gottesdienst flossen Gedanken und Formulierungen von Johannes Forster und Ralf Ruckert ein.

Lied zu Beginn

Lobe den Herren   GL 258

Begrüßung

Wie viele Sportler legen dieses Zeichen über sich, bevor sie in die Arena steigen?:
Im Namen … Der Herr sei mit euch!

Hinführung

Das ganze Drumherum, mit dem wir zur Weltmeisterschaft aufgeheizt werden, stößt manche ab. Aber doch kommen wir an einem so hautnahen Ereignis nicht ganz vorbei – darum mag es auch erlaubt sein, in der Kirche etwas genauer hinzuschauen. (L. zeigt den Fußball:) Wenn so ein Ball zum Beispiel nicht aufgepumpt ist, kann er noch so schön aussehen, er ist kaum brauchbar. So ist das auch im Spiel des Lebens: Wenn wir nicht angefüllt sind mit Begeisterung und Freude, aufgepumpt mit Gottes gutem Geist, dann bleiben wir lasch – wie die Flaschen auf dem Kinderspielplatz, die zuletzt gewählt werden. Aufgepumpt aber kann das Spiel laufen und das Leben eine runde Sache werden.

Bußakt

Wir besinnen uns. –
Weil die schönste Nebensache der Welt auch zur Ersatzreligion werden kann, Fußball in vielen Ländern nur über das Elend hinweghelfen soll und die Spiele im Umfeld oft zur schlimmen Randale werden können, rufen wir: Herr, erbarme dich … und schenke uns und allen im Spiel des Lebens ein faires Miteinander.

Lied zum Gloria

Nun lobet Gott in hohem Thron  GL 265

Tagesgebet

Herr, unser Gott. Wir sehen, wie im Fußball alle Weltanschauungen zusammentreffen: Der eine küsst nach einem Torerfolg den Ring, um das Tor der Frau zu weihen, der andere geht in die Knie und bekreuzigt sich. Schenk auch uns im Spiel des Lebens den Mut, weiterzusagen, wie sehr du uns hilfst! Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Lesung aus dem Römerbrief

Einleitung: Wir hören, wie das Spiel des Lebens gelingen kann.

Der Apostel Paulus schreibt: Liebe Schwestern und Brüder!

Übertrefft euch in gegenseitiger Achtung. Lasst nicht nach in eurem Eifer. Lasst euch vom Geist Gottes entflammen. Auch so dient ihr dem Herrn. Seid fröhlich in der Hoffnung, geduldig in der Bedrängnis, beharrlich im Gebet. Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Weinenden! Vergeltet niemandem Böses mit Bösem. Seid allen Menschen gegenüber auf Gutes bedacht. Soweit es euch möglich ist, haltet mit allen Menschen Frieden. Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse durch das Gute!

(nach Röm 12,10-21 in Auswahl)

Zwischengesang

Eine Handvoll Erde  Tr 773

Evangelium nach Matthäus

Einleitung: Warum wir keine Angst zu haben brauchen, wenn wir in die Arena des Lebens steigen.

Die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, den Jesus ihnen genannt hatte. Und als sie Jesus sahen, fielen sie vor ihm nieder. Einige aber hatten Zweifel. Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern ; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.

(Mt 28, 16–20) (= Evangelium vom Dreifaltigkeitssonntag, Lesejahr B)

Predigt

(L. zeigt den Fußball)

Heute beginne ich die Predigt nicht mit einem Bibelwort, sondern mit dem Ausspruch des legendären Bundestrainers Sepp Herberger (+1977): „Der Ball ist rund!“ Damit wollte er wohl sagen: Wie ein Spiel ausgeht, das bleibt bis zuletzt offen.
Schauen wir mal mit der Brille des Fußballs die Bibel ab: Jesus holte sich zwölf Mitspieler, hatte also immer noch einen auf der Ersatzbank sitzen. – Er schwor sie auf Teamgeist ein. Wie die deutsche Mannschaft, die überall verkündet: „Wir sind ein Team“ und keine zwölf Stars. Nein, jeder soll sich mit seinen Talenten einordnen. Jesus sagte dazu: Wenn unter euch jemand der Erste sein soll, dann soll er der Letzte und der Diener aller sein! (Mk 9,35) Als diese Mannschaft Jesu nach der vermeintlichen Niederlage am Boden lag, d.h. als der Trainer sich in den Himmel verabschiedet hatte, da sandte er ihnen einen Teamgeist, den Heiligen Geist, der sie eigentlich unschlagbar machte. Ein Geist, von dem Jesus sagte: „Die Pforten der Hölle werden ihn nicht überwältigen.“ Und tatsächlich: Der etwas kompakte Petrus stieg auf das Dach. Er hatte die Verheißung im Rücken: Auch, wenn ihr mich nicht seht, „ich bin bei euch alle Tage.“ Wir haben es eben gehört. –
Jesus sagte auch etwas zur Fairness: „Alles, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihr ihnen.“ (Mt 17, 12) Er sagte auch für den Nachwuchs: „Geht hin zu allen Völkern und macht sie zu Fans!“ Wer die bunten Gesichter in der Bundesliga sieht, erkennt, dass das immerhin umgesetzt wurde. Übrigens: Auch wir gehören zu diesen Nachwuchsspielern, zu seinem Kader.
Aber schauen wir uns doch einmal die erste Weltklasse-Mannschaft von damals einmal näher an – aus Fischern geformt!:
Petrus war Spielführer, der seine Mitspieler mitriss. In seinem Gegenangriff, in seiner Pfingstrede, als sie endlich aus der Kabine heraustraten, nahm er kein Blatt vor den Mund. 3000 ließen sich seine Fahne geben, begehrten die Taufe! Petrus war auch letzter Mann, Abwehrchef; der verlängerte Arm des Spielertrainers, der seine Mannschaft zusammenhielt. Er war sozusagen „Turm in der Schlacht“ und das ist bis heute Schwerstarbeit, wenn eine Angriffswelle nach der anderen auf das Tor der Kirche zurollt. Gefahr droht immer wieder aus dem Mittelfeld, weil dort viele den Einsatz vermissen lassen oder in endlosen Diskussionen den Ball nur hin und herschieben. Jedenfalls war Petrus seit seiner Pfingstpredigt, die ihm niemand zugetraut hatte, der Libero.
In der Sturmspitze stand Paulus. Also Petrus und Paulus die spielentscheidenden Personen. Darum stehen sie auch in den Kirchen mit den Figuren der Apostel ganz vorne rechts und links! Paulus hat dem christlichen Glauben in der damals bekannten Welt zum Durchbruch verholfen. Er war der Stürmer bei vielen Weichenstellungen, z.B. um die Gebräuche fremder Völker am Spielfeldrand zu achten – nach dem Motto: übernehmt, was gut ist. Wenn da Rom mehr auf Paulus gehört hätte, wären China, Japan und Indien eher christusbegeistert gewesen!
Paulus brachte auch Bewegung ins Spiel: Da müssen Verteidiger auch schon mal über die Mittellinie kommen und Stürmer schon mal hinten aushelfen, wenn Not am Mann ist. Dabei war Paulus ziemlich kompromisslos, was ihm schon mal den Anpfiff des Abwehrchefs Petrus einbrachte. Da traf natürlich auch die progressive Spielweise auf eine ziemlich konservative. Aber nur weil Paulus so erfolgreich war – wie heutzutage die Leistungsträger –, konnte er sich manchmal durchsetzen. Das waren ja auch Auseinandersetzungen zu dem Zweck, damit vorne Tore erzielt werden und hinten nicht immer nur der Kasten gesichert werden muss. Und dabei blieb der Teamgeist oberstes Gebot!
Damals wie heute: Nur dann kann der Sieg erreicht und beim Schlusspfiff der Pokal geküsst werden. Das gilt für eine Pfarre, wie für die Kirche, wie für unsere Nationalmannschaft:
Der Ball ist rund im Spiel des Lebens. Mal sehen, was wir in einigen Tagen feiern dürfen oder ob unsere Mannschaft – oder unsere Pfarre – noch ins Abseits gerät.

Credolied

O Jesu, all mein Leben bist du   GL 472

Fürbitten

L.:        Herr, unser Gott. Du erfreust dich an der Buntheit der Völker dieser Welt. Wir rufen dich an:

1.      Im sportlichen Großereignis einer Fußballweltmeisterschaft begegnen sich viele Nationen. Lass sie über dem Streben nach Erfolg nicht die Fairness und Freude vergessen.

2.      Auf dem Fußballfeld stehen sich die Spieler gegenüber, auf den Rängen und vor den Stadien die Fans. Schenke allen Respekt voreinander und lass sie auch Niederlagen gut verdauen.

1.      Mit Tricks und unsauberen Methoden wird versucht, Vorteile herauszuholen. Gib allen die Einsicht, über Geld und schnell verblassten Ruhm die Ehrlichkeit und Sauberkeit zu stellen.

2.      In vielen Familien gibt es Streit wegen der Übertragungen. Hilf uns einzusehen, dass das menschliche Miteinander über allem stehen muss.

L.: Herr, unser Gott. Du begleitest die Bemühungen, die den Frieden und das Miteinander stärken können mit deinem Segen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Gabenlied

Brot, das die Hoffnung nährt   Tr 194

Gabengebet

Herr, unser Gott. Die Kraft des Heiligen Geistes erfülle diese Gaben von Brot und Wein auf dem Altar, damit sie uns Mut und Kraft geben in der Arena dieser Welt – durch Christus, unseren Herrn.

Vaterunser – Friedensgruß

Zur Erhebung der Hostie

Freuen dürfen sich alle, die zum himmlischen Hochzeitsmahl gerufen sind (wo alle Pokale verteilt werden).

Lied zur Kommunion

Bewahre uns Gott   Tr 335

Meditation nach der Kommunion

1.  Wir hören den Psalm 23 für Sportler:
Der Herr ist mein Trainer:
Wenn ich enttäuscht bin, richtet er mich auf.
Wenn ein Sieg mich abheben lässt,
zeigt er mir das rechte Maß.

In der Hitze der Gefechte ruft er mich zur  Zurückhaltung auf.
Nach manchem Versagen tröstet er mich.

2.  Vor dem Einsatz schenkt er mir Gelassenheit.
Nach dem Wettkampf schirmt er mich ab.
Bei ihm fühle ich mich verstanden und geborgen, was immer auch geschieht.
Darum versage ich nicht.

1.  Der Herr ist mein Schiedsrichter:
Er fällt kein falsches Urteil über mich.
Er hebt nicht die rote Karte, wenn ich unschuldig bin.
Er durchschaut mich und weiß, was meine wirkliche Absicht war.
Er kennt mich besser als ich mich selbst.

2.  Der Herr bestimmt unseren Teamgeist.
Seine Ratschläge schweißen uns zusammen.
Mit ihm sind wir unschlagbar.
Mit dem Geist von Pfingsten können wir das Wunder von Bern
und den Geist von Malente in den Schatten stellen.
Wenn Er wirklich unser Herr ist.

(nach Roland Breitenbach)
 

Schlussgebet

Gott, du Quelle des Lebens. Wir danken dir für dein helfendes Wort und dein lebendiges Brot. Bleibe bei uns in guten und bösen Tagen, bis du die Pokale am Ende des Lebenskampfes bereithältst. Der du lebst und liebst in alle Ewigkeit.

Segen – Schlusslied

Meine Zeit steht in deinen Händen   Tr 759

Von guten Mächten   Tr 932

Nun danket alle Gott   GL 26

(Willi Hoffsümmer)

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