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Hl. Messe zum
Thema:
(ab 5. Schuljahr und Familien)
Vorbereitungen
Hinweise
Lied
zu
Beginn
Hinführung
Gottes Geist weht auch außerhalb der
Landebahnen der Kirche. Wir schauen heute auf einen heiligmäßigen
Menschen, auf Mahatma Gandhi, und fragen nach seinem Geheimnis.
Im Namen des Vaters … Der Gott des Friedens und
der Versöhnung sei mit euch!
A.: Und mit deinem Geiste.
Der Inder Mahatma Gandhi trat an, um den
Teufelskreis der Gewalt zu durchbrechen. Gewaltloser Widerstand ist
keine feige Leisetreterei: Es gehört Mut, ja Tapferkeit dazu.
Das können wir schon dem Morgengebet Gandhis
entnehmen. Er betete:
Spr.: Ich will heute bei der Wahrheit bleiben.
–
Ich will
mich heute keiner Ungerechtigkeit beugen. –
Ich will heute frei sein von
Furcht.
Ich will heute keine Gewalt
anwenden.
Ich will heute guten Willens sein
gegen jedermann.
Bußakt
Auch wir stehen noch in Konflikten und erleben
in Bürgerkriegen weltweit, wie Gewalt immer neue Gewalt
herausfordert. Weil wir der unbewaffneten Liebe immer noch zu wenig
vertrauen, rufen wir:
Herr, erbarme dich…
Lossprechungsbitte: … und mache uns fähiger,
Gegner nicht als Feinde zu sehen.
Glorialied
Ich lobe meinen Gott Tr 129
Tagesgebet
Herr, unser Gott. In dir liegt eine Kraft, die
den trägt, der sich ihr anvertraut. Es ist dein Heiliger Geist, der
Konflikte ohne Angst und Feindseligkeit angeht. Schenke auch uns
diesen Geist, der eher etwas ertragen als anderen Leid zufügen will.
So wie Jesus lebte, der mit dir liebt in alle Ewigkeit.
Kurzgeschichten aus dem Leben Gandhis.
1. Spr.: Wenn es nur die Bergpredigt gäbe, wäre Gandhi
vielleicht Christ geworden. Ihn störte, dass zwischen der Theorie
der Lehre Christi und dem tatsächlichen Handeln der Christen so eine
Lücke klaffte.
Als Gandhi einmal von christlichen Missionaren gefragt wurde, was
sie tun müssten, damit die Hindus die Bergpredigt annähmen, gab er
zur Antwort: „Denken Sie an das Geheimnis der Rose. Alle mögen sie,
weil sie duftet. Also duften Sie, meine Herren!“
2. Spr.: Gandhi ging einmal in Südafrika in ein Restaurant zweiter
Klasse und bestellte ein Mittagessen. Nachher bezahlte er die
Rechnung und sagte zu dem schwarzen Kellner: „Ich danke Ihnen für
Ihre freundliche Bedienung“. „Sir“, antwortete der Kellner ganz
überwältigt, „ich werde Sie nie vergessen. In meinen 25 Dienstjahren
habe ich noch nie ein Dankeswort gehört.“
3. Spr.: In seinem 79. Lebensjahr will Gandhi zum Friedensgebet
auf den Marktplatz gehen, wo schon rund 500 Anhänger warten. Da
treffen ihn die tödlichen Schüsse eines Fanatikers, der gegen die
Friedensbemühungen Gandhis ist, Muslime und Hindus miteinander zu
versöhnen. Schon sterbend zieht Gandhi die fast kraftlose Hand über
seine Brust, über sein Gesicht und legt sie auf seine Stirn: Das
Zeichen der Versöhnung. Alle verstanden: Er verzeiht seinem Mörder.
Zwischengesang
Unsere Hoffnung bezwingt die schwarze Angst
Tr 711
Frieden soll mit euch sein Tr 290
Was ihr dem geringsten Menschen tut GL 619
Evangelium
nach Lukas
Predigt als
Interview
(bitte unbedingt kürzen)
Meditationsmusik
Credolied
Fürbitten
Gabenlied
Gabengebet
Herr, unser Gott, diese Gaben von Brot und Wein
sind der Erde abgerungen. Sie gehören eigentlich allen Menschen, die
wir doch auch einen gemeinsamen Ursprung haben. Wenn du sie uns
verwandelst, lass uns ihr Empfang bewegen, in geschwisterlicher Lebe
für die eine Familie der Menschheit einzutreten – durch
Christus, unseren Herrn.
Präfation
… Ja, es ist richtig, dir zu danken. Denn in
deinem Sohn hast du uns einen Gewaltlosen an die Seite gestellt, er
in seinem Schweigen vor Pilatus stärker war als es eine
Verteidigungsrede sein konnte; der sich ohne Gegenwehr ans Kreuz
schlagen ließ – so vermeintlich unterlag, uns in Wirklichkeit aber
alle Türen öffnete. Darum preisen wir dich mit allen Engeln und
Heiligen und singen vielleicht einmal mit allen Völkern und Rassen
das Lob deiner Herrlichkeit: Heilig …
Vaterunser
Einleitung: Wir sprechen das Gebet, das
so ähnlich von vielen Menschen in den Weltreligionen gesprochen
wird: Vater unser …
Der Friedensgruß
Hinführung: Hier in der besonderen Nähe
Gottes kann ein Frieden wirken, der ausstrahlt in die ganze Welt:
Der Friede des Herrn sei allezeit mit euch!
Lied zur Kommunion
Wo Menschen sich vergessen Tr 790
Meditation nach der Kommunion
1.Spr.: Ich will nicht glauben an das Recht des
Stärkeren. An die Sprache der Waffen. An die Macht der Mächtigen.
Ich will glauben an die Rechte des Menschen, an die Macht der
Gewaltlosigkeit und die unbezwingbare Kraft einer geöffneten Hand.
2. Spr.: Ich will nicht glauben an Rasse oder
Reichtum. An geborene Vorrechte. An etablierte Ordnungen. Ich will
daran glauben, dass ich mich schuldig mache, wenn ich ein Unrecht
bestehen lasse und einer Unterdrückung tatenlos zusehe.
1. Spr.: Ich will nicht glauben, dass Träume
von einer besseren Welt nur Schäume sind.
Ich will glauben an die kleine Tat und die scheinbar machtlose
Liebe.
2. Spr.: Ich will nicht glauben, dass
Gerechtigkeit erst nach dem Tod auf uns wartet.
Jesus Christus hat den Tod schon überwunden, darum ist eine neue
Erde und ein neuer Himmel jetzt schon Aufgabe der Christen.
Schlussgebet
Herr, unser Gott. Wir danken dir für Mahatma
Gandhi, der deinem Sohne so nahe kam. Durch diese Feier hast du uns
durch das Wort und das Brot deines Sohnes gestärkt, im Geiste der
Liebe nachhaltig, aber gewaltlos für Frieden und Gerechtigkeit
einzutreten. Das erbitten wir durch Christus, unseren Herrn.
Schlusslied
Willi
Hoffsümmer
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