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24.04.09

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Zievericher Kirchenchor
auf Konzert- und Kulturreise
nach Salzburg und Oberösterreich

Zievericher Kirchenchor
auf 2. Pfingsfahrt
Elsass und Breisgau Pfingsten 2009


Kirchenchor St. Gereon Bergheim-Zieverich

1. Zievericher Pfingstfahrt
Konzert- und Kulturreise
nach Salzburg und Oberösterreich
Pfingsten 2007  

Der Kirchenchor St. Gereon Bergheim-Zieverich hat über Pfingsten eine erlebnisreiche Konzert- und Kulturreise nach Salzburg und Oberösterreich veranstaltet. Zielort war die altehrwürdige, 777 gegründete Benediktinerabtei Kremsmünster.

Freitagmorgens ging es per Flugzeug nach Salzburg, und der erste Tag diente der Besichtigung der barocken fürsterzbischöflichen Residenzstadt Salzburg. Neben dem obligatorischen Besuch in Mozarts Geburtshaus in der Getreidegasse standen die Innenstadt mit dem Dom, der Franziskaner-, der Kollegien- und der Peterskirche, der alte Petersfriedhof, die Festung Hohensalzburg und das Schloss Mirabell auf dem Programm. Der Abend endete zünftig im Augustiner-Keller, übernachtet wurde im 4-Sterne-Hotel Belmondo.

Am nächsten Morgen ging es per Bus weiter nach Kremsmünster. Der Kustos der dortigen Kunstsammlungen, P. Klaudius Wintz OSB stammt aus Zülpich und hat in den achtziger Jahren zusammen mit Chorleiter Norbert Keßler in Bonn Theologie studiert. Er führte den Chor durch die über Jahrhunderte entstandene Anlage und sorgte mit seinem ganz persönlichen, humorvoll-ironischen Stil dafür, dass niemandem die zweistündige Führung langweilig wurde.  Höhepunkt war sicherlich die Besichtigung des berühmten Tassilo-Kelches aus dem 8. Jahrhundert. Nach dem Mittagessen bezogen die Bergheimer Gäste die Zimmer des Exerzitienhauses Subiaco, wo auch nachmittags eine zweistündige Chorprobe stattfand. Der Tag klang aus im Biergarten „Baum mitten in der Welt“, der seinen originellen Namen daher hat, dass hier seit Kaiserin Maria Theresia der Null-Meridian für die Vermessung Österreichs liegt.

Der Pfingstfeiertage standen ganz im Zeichen der Musik. Am Pfingstsonntag sang der Chor zusammen mit Chor und Orchester der Basilika Kremsmünster in der barocken Stiftsbasilika die Missa brevis F-Dur KV 192 von Wolfgang Amadeus Mozart. Auch die Solisten hatte der Zievericher Chor mitgebracht: Anna Maria Andermahr sang den Sopran, der Stimmbildner des Chores William Mendiberry den Tenor und Chorleiter Norbert Keßler selbst den Bass. Die musikalische Leitung hatte der Regens chori des Stifts Kremsmünster, P. Altman Pötsch OSB. Außerdem wurden in Anwesenheit des Komponisten zwei extra zu diesem Anlass komponierte Werke von Andrew Moore uraufgeführt. Nachmittags ging es zur Wirkungsstätte Anton Bruckners, dem Stift St. Florian. Ein Orgelkonzert auf der dortigen Bruckner-Orgel, der Besuch der Bruckner-Gedenkstätte in der Krypta und die Stiftsbesichtigung schlossen sich an. Zurück in Kremsmünster, folgte der kulinarische Höhepunkt der Reise, ein Fünf-Gänge-Menü im barocken Fischkalter des Stifts. Diese einzigartige barocke Anlage von fünf Fischteichen mit barocken Laubengängen war, abendlich illuminiert bei sommerlichen Temperaturen, der ideale Ort für das festliche Menü, zu dem der Kellermeister des Stifts, P. Siegfried Eder OSB,  zu jedem Gang den passenden Wein kredenzte und erklärte.

Nachdem die Reise sich bisher im sanft hügeligen Voralpenland bewegt hatte, ging es am Pfingstmontag per Bus ins Hochgebirge. Auftakt war das Hochamt zum Pfingstmontag in der barocken Pfarrkirche St. Jakobus d. Ä. in Grünau im Almtal, die den alten Hochaltar von Kremsmünster beherbergt. In der wunderschönen Akustik der Kirche sang der Zievericher Chor die Messe a-moll op. 197 von Josef Gabriel Rheinberger, die einige Wochen zuvor auch in einem Konzert in Zieverich zu hören war, sowie weitere Werke von Rheinberger, Elgar und Josquin Des Prez. Die Orgel spielte der Hagener Organist Marc Jaquet, der den Chor auf der Reise begleitet hat. Nach dem Gottesdienst und einem „Schnäpsle“ im Pfarrhof, zu dem der Grünauer Pfarrer eingeladen hatte, ging es weiter an den Almsee, einen glasklaren Hochgebirgssee, der vor allem dadurch bekannt geworden ist, dass Konrad Lorenz dort seine Graugans-Experimente durchgeführt hat. Nach einer Wanderung um den See herum kehrte man zum Mittagessen im Seehaus ein.

Letzte Station der Reise war Lambach. Im dortigen Stift besichtige der Chor, wiederum geführt von P. Klaudius, die erst vor wenigen Jahren entdeckten romanischen Fresken. Anschließend erläuterte der Pfarrer von Stadl-Paura das Gesamtkunstwerk der Wallfahrtskirche zur Allerheiligsten Dreifaltigkeit. Marc Jaquet improvisierte auf einer der drei Barockorgeln, und der Chor sang einige Motetten.

Mit dem Rückflug am frühen Dienstagmorgen von Salzburg aus endete eine beeindruckende und begeisternde Reise, die den etwa vierzig Teilnehmern sicher noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Chorleiter Norbert Keßler, der die Fahrt zusammen mit der Vorsitzenden Dr. Anna Maria Andermahr und dem Stimmbildner William Mendiberry organisiert und vorbereitet hatte, zeigte sich höchst zufrieden und plant bereits die nächste Reise für den Chor.


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