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Zievericher Kirchenchor
auf Konzert- und Kulturreise
nach Salzburg und Oberösterreich
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Kirchenchor St.
Gereon Bergheim-Zieverich
1.
Zievericher Pfingstfahrt
Konzert- und Kulturreise
nach Salzburg und Oberösterreich
Pfingsten 2007
Der Kirchenchor St.
Gereon Bergheim-Zieverich hat über Pfingsten eine erlebnisreiche
Konzert- und Kulturreise nach Salzburg und Oberösterreich veranstaltet.
Zielort war die altehrwürdige, 777 gegründete Benediktinerabtei
Kremsmünster.
Freitagmorgens ging es per Flugzeug nach Salzburg, und der erste Tag
diente der Besichtigung der barocken fürsterzbischöflichen Residenzstadt
Salzburg. Neben dem obligatorischen Besuch in Mozarts Geburtshaus in der
Getreidegasse standen die Innenstadt mit dem Dom, der Franziskaner-, der
Kollegien- und der Peterskirche, der alte Petersfriedhof, die Festung
Hohensalzburg und das Schloss Mirabell auf dem Programm. Der Abend
endete zünftig im Augustiner-Keller, übernachtet wurde im 4-Sterne-Hotel
Belmondo.
Am nächsten
Morgen ging es per Bus weiter nach Kremsmünster. Der Kustos der dortigen
Kunstsammlungen, P. Klaudius Wintz OSB stammt aus Zülpich und hat in den
achtziger Jahren zusammen mit Chorleiter Norbert Keßler in Bonn
Theologie studiert. Er führte den Chor durch die über Jahrhunderte
entstandene Anlage und sorgte mit seinem ganz persönlichen,
humorvoll-ironischen Stil dafür, dass niemandem die zweistündige Führung
langweilig wurde. Höhepunkt war sicherlich die Besichtigung des
berühmten Tassilo-Kelches aus dem 8. Jahrhundert. Nach dem Mittagessen
bezogen die Bergheimer Gäste die Zimmer des Exerzitienhauses Subiaco, wo
auch nachmittags eine zweistündige Chorprobe stattfand. Der Tag klang
aus im Biergarten „Baum mitten in der Welt“, der seinen originellen
Namen daher hat, dass hier seit Kaiserin Maria Theresia der
Null-Meridian für die Vermessung Österreichs liegt.
Der
Pfingstfeiertage standen ganz im Zeichen der Musik. Am Pfingstsonntag
sang der Chor zusammen mit Chor und Orchester der Basilika Kremsmünster
in der barocken Stiftsbasilika die Missa brevis F-Dur KV 192 von
Wolfgang Amadeus Mozart. Auch die Solisten hatte der Zievericher Chor
mitgebracht: Anna Maria Andermahr sang den Sopran, der Stimmbildner des
Chores William Mendiberry den Tenor und Chorleiter Norbert Keßler selbst
den Bass. Die musikalische Leitung hatte der Regens chori des Stifts
Kremsmünster, P. Altman Pötsch OSB. Außerdem wurden in Anwesenheit des
Komponisten zwei extra zu diesem Anlass komponierte Werke von Andrew
Moore uraufgeführt. Nachmittags ging es zur Wirkungsstätte Anton
Bruckners, dem Stift St. Florian. Ein Orgelkonzert auf der dortigen
Bruckner-Orgel, der Besuch der Bruckner-Gedenkstätte in der Krypta und
die Stiftsbesichtigung schlossen sich an. Zurück in Kremsmünster, folgte
der kulinarische Höhepunkt der Reise, ein Fünf-Gänge-Menü im barocken
Fischkalter des Stifts. Diese einzigartige barocke Anlage von fünf
Fischteichen mit barocken Laubengängen war, abendlich illuminiert bei
sommerlichen Temperaturen, der ideale Ort für das festliche Menü, zu dem
der Kellermeister des Stifts, P. Siegfried Eder OSB, zu jedem Gang den
passenden Wein kredenzte und erklärte.
Nachdem die
Reise sich bisher im sanft hügeligen Voralpenland bewegt hatte, ging es
am Pfingstmontag per Bus ins Hochgebirge. Auftakt war das Hochamt zum
Pfingstmontag in der barocken Pfarrkirche St. Jakobus d. Ä. in Grünau im
Almtal, die den alten Hochaltar von Kremsmünster beherbergt. In der
wunderschönen Akustik der Kirche sang der Zievericher Chor die Messe
a-moll op. 197 von Josef Gabriel Rheinberger, die einige Wochen zuvor
auch in einem Konzert in Zieverich zu hören war, sowie weitere Werke von
Rheinberger, Elgar und Josquin Des Prez. Die Orgel spielte der Hagener
Organist Marc Jaquet, der den Chor auf der Reise begleitet hat. Nach dem
Gottesdienst und einem „Schnäpsle“ im Pfarrhof, zu dem der Grünauer
Pfarrer eingeladen hatte, ging es weiter an den Almsee, einen glasklaren
Hochgebirgssee, der vor allem dadurch bekannt geworden ist, dass Konrad
Lorenz dort seine Graugans-Experimente durchgeführt hat. Nach einer
Wanderung um den See herum kehrte man zum Mittagessen im Seehaus ein.
Letzte
Station der Reise war Lambach. Im dortigen Stift besichtige der Chor,
wiederum geführt von P. Klaudius, die erst vor wenigen Jahren entdeckten
romanischen Fresken. Anschließend erläuterte der Pfarrer von Stadl-Paura
das Gesamtkunstwerk der Wallfahrtskirche zur Allerheiligsten
Dreifaltigkeit. Marc Jaquet improvisierte auf einer der drei
Barockorgeln, und der Chor sang einige Motetten.
Mit dem
Rückflug am frühen Dienstagmorgen von Salzburg aus endete eine
beeindruckende und begeisternde Reise, die den etwa vierzig Teilnehmern
sicher noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Chorleiter Norbert Keßler,
der die Fahrt zusammen mit der Vorsitzenden Dr. Anna Maria Andermahr und
dem Stimmbildner William Mendiberry organisiert und vorbereitet hatte,
zeigte sich höchst zufrieden und plant bereits die nächste Reise für den
Chor.

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