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Durch
sanften Druck zum Leben ermutigen
Familiensonntag
Vorbereitung
Ein
Spielzeug, z.B. ein Turner am Reck, der sich durch den sanften Druck
an zwei Holzleisten überschlägt.
Sonstige Anlässe
5. So.: i.J.C (siehe alternatives Evangelium),
13. So. i.J.C (siehe alternative Lesung)
Hinweise
1. Dem
Gottesdienst liegt die Lektüre der beiden Bücher von Albert Wunsch
zugrunde: „Die Verwöhnungsfalle“ und mehr noch „Abschied von der
Spaßpädagogik“, beide Kösel 2003 und 20027 .
2. Wenn Sie
diesen Gottesdienst für zu instrumentalisiert halten: In den Liedern
und der Eucharistiefeier bleibt noch genug Platz für das Lob und den
Dank an Gott.
3. Wegen der
Textfülle entfällt der Abdruck von Liedern.
4. Für jüngere
Kinder bitte Mandalas zum Ausmalen bereithalten.
5. L. =
LeiterIn der Liturgie
Lied zu Beginn
Manchmal feiern wir Tr 91
Lobe den Herren GL 258
Begrüßung und Hinführung
Jeden Morgen wacht in Afrika eine Gazelle auf.
Sie weiß, sie muss schneller laufen als der schnellste Löwe, um
nicht gefressen zu werden. –
Jeden Morgen wacht in Afrika ein Löwe auf.
Er weiß, er muss schneller als die langsamste Gazelle sein, wenn er
nicht verhungern will. – –
Es ist egal, ob man ein Löwe oder eine Gazelle ist: Wenn die Sonne
aufgeht, musst du rennen.
(Klaus
Backhaus/Holger Bonus)
In eine solche Umgebung, die Leistung fordert,
werden unsere Kinder geboren. Werden sie gut darauf vorbereitet?
Bußakt
L.: Wir stehen hier vor Gott und besinnen
uns:
1. Unsere
Vorfahren bauten Kathedralen, wir bauen Kliniken.
Unsere Vorfahren machten Kniebeugen, wir machen Liegestütze.
Unsere Vorfahren retteten ihre Seelen, wir unsere Figur. –
Herr, erbarme dich! A.: Herr,
erbarme dich!
2.
Beim Terrorangriff am 11. Sept. 2001, wurden fast 3000
Menschen in den Tod gerissen. Mehr als hundertmal so viele sterben
jährlich in Amerika an den Folgen von Überernährung. Gegen diesen
Wohlstandsterror wird kein heiliger Krieg ausgerufen. – Für sie ist
kein Mahnmal geplant.
Christus, erbarme dich! A.: Christus,
erbarme dich!
3. Eine dicke Brieftasche behindert den Herzschlag. Überfluss
lässt die Seele verarmen. Paare schweigen sich an. Es verdunsten
Sehnsucht, Staunen und Dankbarkeit. Es wachsen Einsamkeit und
Unzufriedenheit. Der Ton wird rauer. Die Kriminalstatistik
bedrohlicher. Das Wunschkind wird zum Störfall. –
Herr, erbarme dich! A.: Herr,
erbarme dich!
Alternativ 1:
1. Noch nie
hatten Menschen so viel Geld. Aber auch noch nie so viele Schulden.
Herr, erbarme dich! A.: Herr, erbarme dich!
2. Viele in
der jungen Generation quasseln, chatten, surfen, senden ständig
SMS’s und bleiben trotzdem einsam.
Christus, erbarme
dich! A.: Christus, erbarme dich!
3. Eheberater
sagen: Ungefähr 70 Prozent der Paare in Krisensituationen bräuchten
sich nicht zu trennen, wenn sie andere Konfliktlösungen erlernt
hätten als: Weglaufen.
Herr, erbarme
dich! A.: Herr, erbarme dich!
Alternative 2:
1. Wenn
ein Fluss kräftig über die Ufer tritt, bricht für die dort Lebenden
große Not aus. – Wenn ein Volk ständig den Überfluss steigert,
besteht die Gefahr, dabei unterzugehen – vor allem, wenn das soziale
Netz als Spaß-Trampolin oder Verweil-Hängematte missbraucht wird.
Herr, erbarme
dich! A.: Herr, erbarme dich!
2. Der
Jugendwart eines Sportvereins stellt fest: Von Jahr zu Jahr nimmt
das Interesse an Sportarten ab, in denen körperlich Einsatz und
Verlässlichkeit gefragt sind. Es muss Spaß machen zu kommen! Aber
nur ab und zu! Nur ja keine Verbindlichkeit!
Christus, erbarme
dich! A.: Christus, erbarme dich!
3.
Verweichlichung ist angesagt: Die dritte Etage per Aufzug erreichen;
mit dem Auto zum 200 m entfernten Zigarettenautomaten fahren;
Schulaufsätze aus dem Internet herunterladen – immer zum Preis
körperlicher und geistiger Schlaffheit. Zlatko aus dem
Big-Brother-Container hat’s ja auch geschafft!
Herr, erbarme
dich! A.: Herr, erbarme dich!
Lossprechungsbitte: Der allmächtige Gott
erbarme sich unser und zeige uns den Weg in ein erfüllteres Leben.
Lied zum Gloria
Ich lobe meinen Gott Tr 129
Dass du mich einstimmen lässt Tr 135
Tagesgebet
Herr, unser Gott,
du liebst deine Geschöpfe. Viele haben Angst vor der Zukunft, weil
sich die gesellschaftlichen Voraussetzungen zunehmend
verschlechtern. Wir bitten dich: Hilf uns und allen, die Weichen für
die Zukunft richtig zu stellen und ermutige, die Hürden zu nehmen,
die im Wege stehen – durch Christus, unseren Herrn.
Kurzgeschichte
Hinführung: Verweichlichung macht
unselbstständig.
Einem Zoo war
es gelungen, ein seltenes Vogelpaar erfolgreich im Käfiggehege
anzusiedeln. Das Paar hatte mehrere Junge zur Welt gebracht, die
prächtig gediehen. Aber zum Zeitpunkt, wo sie flügge werden sollten,
machten sie keinerlei Anstalten, das Nest zu verlassen. Sie saßen
auf dem Nestrand, sperrten ihre Schnäbel auf und forderten immer
ungestümer nach Nahrung, welche die Eltern – unterstützt vom
Zoopersonal – auch brav herbeischafften. Schließlich waren die
Jungen so groß und schwer wie die Eltern, aber sie machten keine
Versuche fortzufliegen. Eine Untersuchung der Flügel ergab, dass sie
intakt und funktionsfähig waren. Erst Verhaltensforscher kamen dem
Rätsel auf die Spur: In freier Wildbahn fiel es den Eltern viel
schwerer, genügend Nahrung für die Jungen zu finden. Sie mussten
immer weiter vom Nest auf Suche gehen. Die Folge war, dass die
Jungen immer länger sich selbst überlassen blieben und sie, vom
Hunger getrieben, sich selbst auf die Suche machten und dabei auch
lernten, ihre Flügel zu gebrauchen. Warum sollten die Jungen unter
den paradiesischen Zuständen des Zoolebens den unbequemen Schritt in
die Selbstständigkeit tun?
(Willi
Hoffsümmer, Kurzg. 7 Nr. 18))
Alternativ:
Lesung
Gal 5,13-18: Das Begehren des Fleisches richtet
sich gegen den Geist (2. Lesung 13. So.i.J.C)
Zwischengesang
Suchen und fragen Tr 171
Selig seid ihr Tr 622
Evangelium nach Lukas
Einleitung:
Es geht nicht ohne Rücksicht und Verzicht. Einmal sagte Jesus und er
sagt es jetzt zu uns: Was ihr von anderen erwartet, das tut ebenso
auch ihnen. – Bemüht euch mit allen Kräften, durch die enge Tür zu
gelangen; denn viele, sage ich euch, werden versuchen
hineinzukommen, aber es wird ihnen nicht gelingen. (Lk 6,31: 13,24)
Predigt
(L. zeigt das
Spielzeug:) Ihr seht hier einen jungen Mann, kräftig und
dynamisch. Aber er hat einfach keine Lust, sich anzustrengen und
hängt tatenlos an der Reckstange. Nur auf den sanften Druck hin (L.
tut es), schwingt er sich leicht und beschwingt zur
Riesenwelle. Dieser junge Mann steht beispielhaft für das, was sich
in unserem Land abspielt:
1. Es ist
folgender Teufelskreis zu beobachten: Antriebslos, ausbildungslos,
arbeitslos. 20.000 Lehrstellen zu wenig, heißt eigentlich: Die
20.000 will keiner haben, weil sie Grundvoraussetzungen nicht mehr
mitbringen. Es gibt Berufsschüler, die können die Prüfungsfragen
nicht mehr lesen oder ihren Namen samt Adresse nicht fehlerfrei
schreiben. Die Wirtschaft klagt seit Jahren, unfähige Jugendliche zu
bekommen, die ohne Motivation oder Wettbewerbswillen daherkommen.
Gründe: Verwöhnt – und die Glotze hat sie dick und dumm gemacht.
Darüber sind Eigeninitiative und Kreativität verschwunden. 70 % der
Arbeitslosen, die Sozialhilfe bekommen, haben keine
Berufsausbildung; 50 % keinen Schulabschluss.
2. Alte
Werte sind verloren gegangen: Ohne Fleiß (und Schweiß) kein Preis.
Lernen darf, aber muss nicht Spaß machen. Satte Bäuche mögen sich
nicht anstrengen. Sie schielen sehnsüchtig nach dem Wochenende, um
dann in den Pool der Spaßkultur abzutauchen. 20-30 Prozent unserer
Jugendlichen brechen ihre Berufsausbildung oder das Studium ab. Aber
zum Erfolg und zum Lebensglück gibt es keinen Lift, da muss man die
Treppe benutzen. (L. zeigt wieder den Turner)
Schaut mal, was der
könnte. Aber solange ihm die Eltern alle Probleme abnehmen und ihm
genug Geld zustecken, warum soll er sich anstrengen? Aber was alles
steckt in ihm, wenn nur sanfter Druck – kein Zwang! – angewandt
würde (L. lässt ihn mehrfach die Riesenwelle machen).
Wahrscheinlich habe
ich bei dem Gesagten hier wieder einmal die Falschen vor mir, denn
in der Regel erlebe ich in den Messdienergruppen Kinder und
Jugendliche, die schon unter zu viel Druck stehen: die sich freitags
von der Fahrt in die Jugendherberge abmelden, weil montags eine
Klassenarbeit geschrieben werden soll oder die Schulbücher mit in
diese Freizeit nehmen; ich finde auch nicht richtig, dass Kinder
sonntags hinter die Schulbücher gezwungen werden.
3. Aber
grundsätzlich: Der Mensch wächst nur an Herausforderungen, am
Widerstand. Bei jedem Fitness-Programm wird danach gehandelt. Ohne
Kraft und Mut keine Tat; ohne fähiges Handeln kein Erfolg; ohne
Erfolg keine Anerkennung und innere Zufriedenheit. Da werden Kinder
in Watte gepackt, da bedroht uns der „homo schlaraffiensis“ überall.
Aber wer sich in seiner Jugend zu sehr am Spaß fixiert, hat den Rest
seines Lebens keinen mehr!
4. Die Volksdroge „Verwöhnung“ macht
uns kaputt. Sie ist eine Falle, eine feine Form von
Kindesmisshandlung. Eigentlich hat jedes Kind das Recht, vor Eltern
geschützt zu werden, die es maßlos verwöhnen. Ein Beispiel: Schauen
Sie sich viele Kleinkinder an, die immer die Nuckelpulle im Mund
haben. Als ob ein Kleinkind permanent verdursten würde! So ist es
aber ruhig gestellt. Bedürfnisbefriedigung sofort! Wie soll
es mal lernen, Durststrecken zu überwinden, wenn es so immer an der
Nabelschnur der Überverwöhnung gehalten wird? Und schon Kleinkinder
reagieren panikartig, wenn dieser Zustand nicht anhält, ja die
Kleinen werden schon zu aggressiven Bestien. Eltern nehmen dem Kind
jede Anstrengung ab: Die Entmutigung beginnt. Freude, Stolz,
Zuversicht, Erfolg werden schon da verhindert, wenn ein Kind nur
immer ruhig gestellt wird. Der natürliche Ruf des Kindes „kann
allein“ oder „will nicht“ wird hier schon gebrochen. Geht natürlich
schneller und ist nervenschonender für alle, wenn Sie seine Wünsche
gleich befriedigen oder alles für das Kind tun. Die ersten drei
Lebensjahre prägen den weiteren Lebensstil, ob Selbstversorger oder
Schnorrer. – Woran erkenne ich ein verwöhntes Kind?: Übervolles
Kinderzimmer; alle Wünsche sofort erfüllen; zu viel Taschengeld;
kaum geregelter Fernsehkonsum; Berge an Süßigkeiten; Unordnung wird
von Mutter weggeräumt; bei Konflikten sofort für das Kind Partei
ergreifen; Absprachen willkürlich aufgeben. Und wenn Mütter von sich
geben: „Mein Kind ist mein Ein und Alles“, also mein kuscheliger
Schoßhund sozusagen, dann wissen wir, wo die Sünde anfängt. –
Erzieher sagen: Nichts abnehmen, was Kinder selbst tun können. Wie
sagte Montessori?: „Hilf mir, es selbst zu tun.“ Wie soll ein Kind
aber seelische Muskeln entwickeln, wenn alle Hürden weggeräumt und
keine Begrenzungen gesetzt werden? Deutschlands Schüler gehören nach
einer Studie der WHO zu den Müdesten in Europa. Da wissen
Abiturienten oft noch nicht, was sie werden wollen.
5. Wo
maßlose Verwöhnung ist, fangen schnell die psychischen Beschwerden
an: Die Hälfte unserer 14- bis 17-Jährigen leidet unter krankhafter
Angst, Essstörungen, Suchtverhalten, Depressionen. Die
Konzentrationsfähigkeit sinkt. Tiefe Löcher in der Seele lassen sich
aber nicht mit Konsumgütern füllen. Aus Kindern, die zu viel dürfen,
werden Jugendliche, die zu wenig können. Und worin gipfelt das
manchmal?: „Es macht keinen Spaß, sich gegenseitig zu helfen!“ So 77
Prozent der 14- bis 29-Jährigen bei einer Umfrage im Jahre 2000. Wie
heißt die Goldene Regel, die wir im Evangelium hörten: „Was ihr von
anderen erwartet, das tut ebenso auch ihnen.“ Oder im Volksmund:
„Was du nicht willst, das man dir tu …“ Solche Binsenweisheiten
gehen bei uns verloren! – Kinder sind Gäste, die nach dem Weg
fragen. Wenn wir sie dabei ruhig stellen, wachsen keine Flügel, weil
Körper und Geist erschlafft sind. (L. zeigt wieder den Sportler)
Was alles steckt in dir, Turner! Riesenwellen kannst du schlagen,
wenn sie dir Anstrengungen, Phantasie und Interesse gelassen hätten
in unseren oft sprachlosen Familien. Darum sind schon 25 Prozent der
eingeschulten Kinder schulunfähig, weil sprachlos.
6. Warum
halte ich eigentlich diese Predigt in der Kirche und nicht als
Vortrag in der Volkshochschule? Weil die Gründe, die ich nannte,
auch unsere Kirchen leeren. Vor 15-20 Jahren kamen 30 Jugendliche um
6.20 Uhr zur Frühschicht. Zweimal die Woche! Heute ernten Sie bei
einer Einladung dazu nur ein müdes Lächeln. Die den Messdienerplan
erstellen, meinten schon vor zehn Jahren: In den Ferien schreiben
wir keine Messdiener auf, die sollen sich doch ausruhen. Bei
unseren vielen Ministranten – dafür sind wir sehr dankbar – hätte
das eigentlich geheißen, einmal morgens in den Ferien etwas
früher aufstehen. Jetzt macht das ein 83-Jähriger – gerne. Wer als
Ministrant einen anderen um Ersatz anruft, bekommt äußerst selten
eine positive Antwort: Die können alle nicht! Manchmal fehlt fast
die Hälfte derer, die aufgeschrieben sind. Liegt das weit entfernt
von dem Rat einer Mutter?: „Im Bus brauchst du für andere nicht
aufzustehen, schone dich fürs Leben!“ Wie viele Familien kamen noch
vor ein paar Jahren geschlossen zum Gottesdienst! Jetzt meinen
viele, dafür keine Zeit mehr zu haben, schlafen aus oder treffen
sich zum Brunch.
7. Wie
heißen die Konsequenzen?
Es muss ganz oben
und ganz unten anders werden: Ohne Verzicht, ohne Askese kommen wir
aus dem Dilemma nicht mehr heraus! Unten heißt das: Kinder
wohlwollend, aber konsequent zur Eigenständigkeit ermutigen und
dabei mit gutem Beispiel vorangehen. Die Pubertät ist dabei eine
große Chance, gemeinsam aneinander zu wachsen. – Eine afrikanische
Weisheit sagt: „Für die Erziehung eines Kindes braucht es ein ganzes
Dorf.“ Das Ich reift erst in der Begegnung mit dem Du. Auch in
unserem Dorf haben wir vergessen, dass wir mit zu erziehen haben und
uns nicht alles gefallen lassen dürfen. Wenn wir allein auf Granit
stoßen, dann eben mit mehreren!
Nach oben
heißt das: Die Elternteile, die um der Kinder willen zu Hause
bleiben und nicht erwerbstätig sind, dürfen nicht die „Deppen der
Nation“ sein. Die anderen verdienen mehr und bekommen noch einen
Zuschuss für die öffentliche Ganztagsbetreuung, die nur noch ein
familiäres Nachtquartier zulässt. Wie sagte ein Schulleiter: „Was
haben wir davon, wenn wir das Elend des Vormittags auch noch auf den
Nachmittag ausdehnen!“ Da muss ein sog. Familiengeld her, das das
Elternhaus stärkt. Oder wer seinem Erziehungsauftrag nicht
nachkommt, sollte mit einer Kürzung des Kindergeldes bestraft
werden. – Die Lehrer dürfen nicht von oben als „faule Säcke“
abgestempelt werden. Gehen Sie doch mal in die Schule!: Da sind zu
viele Probleme; zu viele Schüler; oft eine Horde lernunwilliger,
ungezogener Raubtiere, die die Schulzeit zur Störzeit machen.
Mancherorts fällt 50 % der Unterrichtszeit Disziplinlosigkeiten zum
Opfer.
Eltern sollten zu
einem Erziehungsseminar verpflichtet werden! Heutzutage ist selbst
ein Hundeführerschein nötig. Nur am Kostbarsten, das wir haben, darf
jeder herumbasteln!
Meditationsmusik
Credolied
Fürbitten
L.: Wir rufen zu Gott – wie zu einem guten
Vater und einer liebenden Mutter:
1. Hilf den
Kirchen, die Botschaft vom rettenden Gott besonders den leeren und
abgeschlafften Herzen nahe zu bringen. – Liedruf.
2. Lass den
staatlichen Stellen der Brückenschlag zwischen Lebens-Ernst und
Dauer-Spaß gelingen, um der Sehnsucht nach Wärme, Sinn und
Persönlichkeit auf die Beine zu helfen.
– Liedruf.
3. Gib den
Eltern und Alleinerziehenden den Mut, ihren Kindern Grenzen zu
setzen und Zuwendung und Geborgenheit nicht durch materielle
Geschenke zu ersetzen. – Liedruf.
4. Schenke
besonders den christlichen Gemeinschaften wieder den Blick für eine
Kultur der Anstrengung und der Pflichten. – Liedruf.
5. Lass beim
Streben nach äußerem Gewinn und Erfolg die Schwachen, Armen und
Kranken nicht auf der Strecke bleiben. – Liedruf.
L.: Denn du willst das Leben in Fülle für alle Menschen.
Darum bitten wir dich – durch Christus, unseren Herrn.
Gabenlied
Gabengebet
Guter Gott. In diesen Gaben von Brot und Wein
bringen wir dir unseren Dank, aber auch unsere Sorgen um eine gute
Zukunft. Erfülle sie mit deiner Kraft, damit uns Schritte der
Zuversicht und des Vertrauens gelingen – durch Christus, unseren
Herrn.
Vaterunser
Einleitung: Gemeinsam geht alles
leichter. Darum verbinden wir uns mit den Händen untereinander und
bilden ein Netz des guten Willens, während wir sprechen: Vater
unser…
Friedensgruß
Nach dem Vaterunser erheben wir die Hände und
schütteln sie bei den Worten des Priesters:
Der Friede des Herrn …
Lied zur Kommunion
Wo Menschen sich vergessen Tr 790
Kleines Senfkorn Hoffnung Tr 707
Meditation nach der Kommunion
1. Kinder will ich achten wie mich selbst.
Nichts will ich ihnen vorenthalten, was mir wichtig ist.
Alles will ich ihnen schenken, was
unser Leben erfüllt.
Alles will ich mit ihnen besprechen, auch das Unwahre und Schlechte.
2. Nichts will ich ihnen ersparen, auch nicht die Angst, Trauer und
Schmerz.
Alles will ich in ihnen wecken, auch Phantasie, Neugier und Freude.
Nichts will ich ihnen vorenthalten:
vor allem nicht Vertrauen, Zärtlichkeit und Liebe.
1.
Eher will ich sie fordern als verwöhnen.
Ihnen Verantwortung übertragen, damit sie darin mein Zutrauen und
Vertrauen spüren.
Nichts will ich ihnen abnehmen, was sie selbst tun können,
damit sie sich nicht an die Nabelschnur der Versorgung durch andere
gewöhnen.
2.
Alles will ich ihnen zeigen, auch die Arbeit, die Pflicht und
die Verantwortung.
Nichts will ich an der Welt verändern, was ihre Zukunft gefährden
könnte.
Alles will ich tun, um ihnen die Welt als kostbares Gut zu
überlassen.
Vor allem will ich ihnen das Vertrauen auf Gott schenken, damit sie
eine innere Leere nicht durch grenzenlosen Genuss überwinden wollen.
(z.T. nach Immanuel Jacobs)
alternativ
1. Ein Kind, ständig benörgelt und
bekrittelt, –
es lernt, andere zu
verachten.
Ein Kind, ständig der Böswilligkeiten
verdächtigt, –
es lernt, gegen andere
zu kämpfen.
2. Ein Kind, ständig lächerlich
gemacht und bloßgestellt, –
es lernt, sich nichts
zuzutrauen.
Ein Kind, ständig in seinen Gefühlen
beschämt, –
es lernt, sich schuldig
zu fühlen.
1. Ein Kind, auch mit seinen
Unarten ertragen, –
es lernt, geduldig zu
sein.
Ein Kind, ermutigt zum Wagnis, –
es lernt Vertrauen.
2. Ein Kind, für seinen Einsatz
gelobt, –
es lernt, den anderen
zu schätzen.
Ein Kind, fair als Partner behandelt,
–
es lernt, gerecht zu
sein.
1. Ein Kind, beschützt im Nest der
Familie, –
es lernt den Glauben an
das Gute.
Ein Kind, angenommen und anerkannt, –
es lernt, sich für
wertvoll zu halten.
2. Ein Kind, geborgen in
Freundlichkeit und Zuneigung, –
es lernt, die Liebe in der Welt zu entdecken.
Schlussgebet
Barmherziger Gott. Wir danken dir für unser
Zusammensein hier. Lass uns gestärkt mit deinen Gaben jetzt mit
neuem Mut an einer besseren Welt arbeiten – durch Christus, unseren
Herrn.
Aktion
Wir hatten den Text der Predigt ausgedruckt
bereitliegen: Zum Nachlesen und Weitergeben. Davon wurde reger
Gebrauch gemacht!
Es kam nur Zustimmung, von Eltern und besonders
von Lehrpersonen und SchulleiterInnen.
Segen - Schlusslied
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