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Auf dieser Seite sollen Sie über die Pfarrkirche in
Paffendorf informiert werden. Wir wollen Sie über die Geschichte der
Kirche, aber auch über die vielen Schätze, die man in der Kirche findet,
in Bild und Wort informieren.
Die Pfarrkirche in
Paffendorf ist dem hl. Pankratius geweiht und ist erstmals im
Jahre 1148 in den „Annales Rodenses“ schriftlich erwähnt. Das
Patrozinium des hl. Pankratius ist bereits für das Jahr 1334 belegt. Die
ältesten, heute noch vorhandenen Teile der Kirche sind Reste der
romanischen Hallenkirche im Unterbau des viergeschossigen Turmes. Hier
befindet sich Material aus dem 11. Jahrhundert ebenso wie römische
Ziegelstücke. Die weiteren 3 Geschosse sind aus Tuffstein gefertigt.
Die
Pfarrkirche wurde 1224 dem adeligen Damenstift Essen inkorporiert. Ende
des 15. Jahrhunderts wurde die Kirche unter Beibehaltung des romanischen
Tores spätgotisch ausgebaut. Der neue Hochaltar im Chor wurde 1494 von
Weihbischof Johann Spender aus Marburg konsekriert. Das Langhaus wurde
1507 vollendet.
Im Jahre 1746 zerstörte ein gewaltiges Feuer bis
auf wenige Gebäude den ganzen Ort Paffendorf. Auch die Kirche wurde, bis
auf den Chorraum, ein Raub der Flammen. Die Paffendorfer haben jedoch
rasch gehandelt, um ihr Gotteshaus wieder zu bekommen. Bereits im Jahre
1747 ist der Neuguss der ersten Glocken bezeugt.
Ende des 19. Jahrhundert erfolgte unter der Leitung
von August Lange eine umfassende Restaurierung, bei dieser Gelegenheit
wurde die bis dahin barocke Vorhalle durch den noch heute bestehenden
neoromanischen Portalvorbau ersetzt. Die Schäden, die der 2. Weltkrieg
angerichtet hatte, wurden unmittelbar nach Kriegsende beseitigt. Eine
letzt große Renovierung erfolgte in den Jahren 1975 bis 1977.
Bei der Kirche handelt es sich um eine
dreischiffige Hallenkirche mit dreiseitigem Chorschluss und
vorgelagertem Westturm mit den Maßen 29,15 m lang und 17,70 m breit.
Im Innern der Kirche befinden sich zahlreiche
bedeutende Kunstwerke. Zu diesen zählen die Gewölbemalereien (Fresken)
vom Ende des 15. Jahrhundert auf den Kappen des Chorgewölbes mit
Darstellung der vier Evangelistensymbole zwischen Rankenwerk im Vorjoch
und des Weltgerichtes im Apsisscheitel, die 1954 freigelegt wurden.
Der Hauptaltar ist eine Stiftung des Barons von
Bongart, der 1862 nach einem Entwurf von Vincenz Statz von der Kölner
Dombauhütte angefertigt worden ist.
Ein wahrer Kunstschatz ist zweifellos das im
südlichen Seitenschiff stehende Antwerpener Schnitzretabel aus der Zeit
um 1520. Zu diesem Altar werden sie später zusätzliche Informationen
finden.
Der nördliche Seitenaltar ist eine neugotische
Arbeit, die 1863 von Caroline de Bongart gestiftet wurde. Der Altar ist
der hl. Maria geweiht.
Bei der Kanzel handelt es sich barocke Arbeit, die
nach der Säkularisierung von der ehem. Franziskaner-Observantenkirche in
Köln nach Paffendorf gekommen ist.
In der Turmhalle befindet sich noch Gestühl auf dem
16. Jahrhundert.
An den Langhauspfeilern und im Chor befinden sich
Standfiguren der zwölf Aposteln (1783), die aus der Werkstatt des Johann
Josef Imhoff in Köln stammen.
Die am zweiten Südschiffpfeiler stehende Figur des
hl. Antonius stammt aus dem untergegangenen Kloster Bethlehem. Der
damalige Pastor Elsen erhielt im Jahre 1805 vom damaligen Aachener
Bischof Berdolet das Recht, die Figur aufzustellen und von den Gläubigen
anbeten zulassen.
Bemerkenswert sind auch die drei großen Glasfenster
im Chor. Hier sind die Themen aller Evangelien des (alten) Lesejahres
und Paffendorf spezifische Motive dargestellt.

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