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Die
Schöpfung bewahren.
Beispiel Pinguin. Welttierschutztag
(für jedes Alter)
Gottesdienst als PDF-Datei
Vorbereitungen
Ein Pinguin als Puzzle aus sieben Teilen
(siehe Grafik). Auf dem Flanelltuch sollte mit Kreide der Umriss
des Puzzle zu sehen sein.
Hinweis
Falls Ihnen der
Weg nicht zu weit ist, können Sie den zu puzzelnden Pinguin bei uns
ausleihen: Willi Hoffsümmer, Glescher Str. 54, D-50126 Bergheim, Fax
02271/43757; E-Mail Willi.Hoffsuemmer@t-online.de
Lied zu Beginn
Die Erde ist
schön Tr 774
Lobe den Herren GL 258
Begrüßung
Im Kreuz laufen
die vier Himmelsrichtungen zusammen. Wir legen es als Zeichen des
Heiles über uns: Im Namen ...
Der Gott des
Lebens sei mit euch!
Hinführung
Wusstet ihr
schon, dass der „Eiskeller“ Antarktis noch vor drei Millionen Jahren
bewaldet war? Heute lebt dort der Pinguin, ein wunderbares Geschöpf,
das wir gleich näher kennen lernen wollen – nur ein Beispiel
für Gottes grenzenlose Fantasie!
Zuerst aber
besinnen wir uns und fragen uns, wie wir mit der Schöpfung umgehen.
Bußakt
1. Herr, wir bekennen:
Trocken gelegte Flüsse, abgeholzte Wälder, verpestete Luft,
verseuchte Ozeane. – Herr, erbarme dich!
Alle: Herr, erbarme dich!
2. Herr, wir bekennen:
Blei im Gras, Quecksilber im Fisch, totgeprügelte Robben,
torpedierte Wale, gejagte Elefanten, Antibiotika im Rind, Mastvieh
in Boxen, Insektengifte und Unkrautvertilger. – Christus, erbarme
dich!
Alle: Christus, erbarme dich!
3. Der Moloch Technik
frisst den Zauberlehrling. Der Allesfresser Mensch zerquält die
Erde. Seine größte Sünde: Habgier! – Herr, erbarme dich!
Alle: Herr, erbarme dich!
Vergebungsbitte: Der
mächtige Gott erbarme sich unser. Er helfe uns, unsere Freiheit
nicht weiter zu missbrauchen und das natürliche Gleichgewicht der
Erde nicht noch mehr zu zerstören, damit wir auf dem Weg des Lebens
bleiben.
Glorialied
Gloria, Ehre
sei Gott Tr 132
Lobet und preiset, ihr Völker (Kanon) GL 282
Tagesgebet
Guter Gott. Wir
danken dir für den wunderbaren Wohnplatz Erde, für das Wasser in den
Flüssen, die Vögel in der Luft und die Fische im Meer. Hilf uns, die
bunte Welt der Schmetterlinge und Käfer bis hin zu den Milliarden
beinahe unsichtbarer Lebewesen über und unter der Erde zu bewahren.
Das erbitten wir durch Christus, unseren Herrn.
Lesung aus dem Buch der Psalmen
Einleitung:
Vor über dreitausend Jahren hat schon einmal jemand unsere schöne
Welt mit großen Augen bestaunt und hat ein Lied an Gott geschrieben.
Dieses Lied steht im Buch der Psalmen im Alten Testament
Ich will dich
loben, Herr und Gott!
Wie bist du so groß!
Da ist das Meer – so weit und tief.
Die Tiere, die darin leben, sind gar nicht zu zählen.
Und auf dem Eis Pinguine und Robben.
Auch die mächtigen Berge hast du gemacht!
Sie gehören dem Steinbock, den Gämsen, den Murmeltieren und dem
Adler.
Wenn die Sonne aufgeht, atmen alle
und freuen sich über deine herrliche Welt.
Es freuen sich die Gräser und Blumen, die Sträucher und Bäume,
die vielen Lebewesen – besonders die Menschen.
Auch ich will dich loben, Herr und Gott.
Wie groß bist du, der du alles gemacht hast!
Ich freue mich darüber und danke dir! (Nach Ps 104)
Zwischengesang
Evangelium nach Matthäus
Einleitung:
Staunen über die
Schöpfung Gottes.
In jener Zeit
sagte Jesus zu den Menschen: Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie
säen nicht, sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen;
euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel mehr wert
als sie? Wer von euch kann mit all seiner Sorge sein Leben auch nur
um eine kleine Zeitspanne verlängern? Und was sorgt ihr euch um eure
Kleidung? Lernt von den Lilien, die auf dem Feld wachsen: Sie
arbeiten nicht und spinnen nicht. Doch ich sage euch: Selbst Salomo
war in all seiner Pracht nicht gekleidet wie eine von ihnen. Wenn
aber Gott schon das Gras so prächtig kleidet, das heute auf dem Feld
steht und morgen ins Feuer geworfen wird, wieviel mehr dann euch,
ihr Kleingläubigen! (Mt 6,26–30)
Ansprache
Aus Gottes
wunderbarer Schöpfung greifen wir einmal einen Vogel heraus (L.
zeigt auf die Flanelltafel). Ahnt ihr, welches Tier mit den
Umrissen gemeint ist? Ja, der Pinguin; er lebt in der eiskalten
Antarktis, weil er dort viel Nahrung im Meer findet und auf dem Land
vor Raubtieren sicher ist. Gerade dieser Vogel kann uns staunen
lassen. Es gibt keine Pinguinarten mehr, die fliegen können. Vor
Millionen Jahren haben sie diese Fähigkeit verloren. Ich beschränke
mich jetzt auf die Kaiserpinguine!
Wusstet ihr
schon,
● dass Kaiserpinguine, die bis zu
1,10 m groß werden können, bis über 500 m tief im Meer tauchen
können, um in der Tiefe Futter zu suchen? Die Schwimmgeschwindigkeit
beträgt normal 11 km in der Stunde, maximal 25 km!
● dass diese Pinguine zum Beginn
der Brutsaison fast immer wieder den gleichen Partner suchen und ihn
anhand des Geschreis aus einer Kolonie von mehreren tausend Tieren
heraushören können?
● dass sie die
Verdauung im Magen „abschalten“ können, um für die Jungen unverdaute
Nahrung zurückzubehalten, die sie jederzeit hochwürgen können, um
das Junge zu füttern? Erst nach zwölf Monaten sind Kaiserpinguine
erwachsen!
● dass sie über 300 km bis zum
offenen Meer wandern können, um dort durch Nahrung ihre Fettreserven
aufzufüllen? Oder dass sie mit ihren kleinen Küken täglich bis zu 30
km bei der Suche nach Nahrung zurücklegen können, mit großen Küken
täglich bis 80 km!
● dass ihre schwarzweiße Farbe sie
vor dem Entdecktwerden schützt? Auf dem Eis ist ihr weißer Bauch von
unten kaum gegen den hellen Himmel zu erkennen und im Wasser ist der
schwarze Rücken gegen den dunklen Meeresgrund eine gute Tarnung.
● dass sie auf dem unendlichen Eis
kein Material für einen Nestbau finden und deshalb das 11 cm große
Ei in einer Bauchfalte des Männchens bis zu 68 Tagen lang ausbrüten?
● dass sie, wenn sie flügge sind,
zum ersten Mal ans Meer wandern und als Nichtschwimmer den Sprung
ins kalte Wasser wagen müssen und dann sofort schwimmen, tauchen und
jagen können?
Das alles ist
schon toll! Gott sei Dank kann diesen Tieren dieser Lebensraum auch
erhalten bleiben, denn durch den Antarktisvertrag von 1959 haben
sich alle Nationen verpflichtet, dieses Gebiet zu schonen. Und doch
drohen Gefahren, denn das Ozonloch verringert die Eisschicht der
Meere – der Lebensraum der Pinguine taut einfach weg! Auch Fugzeuge
überqueren manchmal die Nistgebiete und versetzen die Tiere in
Panik. Und der Massentourismus wie die Überfischung dieser Gewässer
engen ihre Lebenschancen ein.
Jetzt möchte ich
noch aufzeigen, was wir von diesem Vogel lernen können, der nicht
mehr fliegen kann, wohl aber unter Wasser pfeilschnell ist. Der
Pinguin weiß – wie die Bienen und Ameisen: Nur gemeinsam sind
wir stark! Sieben Kinder oder Jugendliche lesen uns vor, warum, und
sie puzzeln dabei den Pinguin zusammen.
1.
(liest von der Rückseite des Puzzleteils):
Gemeinsam sind Pinguine so stark, dass sie sogar Schwertwale,
Seelöwen und Raubmöwen in die Flucht schlagen können. (Puzzleteil
anheften)
2. Bei
der furchtbaren Kälte bis minus 60 Grad und bei Stürmen bis 250
Stundenkilometer stellen sie sich dicht zusammen und bilden einen
Kreis. Dabei kommen die Jungtiere und die Weibchen in die Mitte.
Außen herum befinden sich die Männchen, mit dem Gesicht nach innen;
sie drehen sich dann aber langsam im Kreis, so dass jedes Tier dem
Sturm und der Eiseskälte trotzen muss, sich aber im Windschatten
wieder erholen kann. (Puzzleteil anheften!)
3.: Die
Küken der Pinguine kommen nach mehreren Wochen in den so genannten
Kindergarten. Hier stehen Massen von Küken zusammen, die zwar von
den Eltern noch gefüttert, aber nicht mehr bewacht werden. Als
Gruppe sind sie nämlich stark genug, um nicht mehr von Raubvögeln
bedroht zu werden. (Puzzleteil anheften!)
L.:
Jetzt versteht ihr sicherlich, warum sie in Gemeinschaft so stark
sind. So ist es auch für uns wichtig, hier zusammenzukommen, um zu
erfahren, dass wir nicht alleine glauben. Dann können wir uns
leichter auch in der Woche noch stark im Glauben fühlen. – Aber hört
weiter, was Pinguine uns beispielhaft vorleben:
4.:
Wenn die männlichen Tiere das Ei in der Bauchfalte rund zwei Monate
lang ausbrüten, verlieren sie darüber die Hälfte ihres Gewichtes!
Und die Frau ist weit weg! Welcher Verzicht für das Kind!
(Puzzleteil anheften!)
5.:
Wenn ein Tier erkrankt, legt der gesamte Trupp eine Rast ein – egal
bei welchem Wetter und an welchem Ort! (Puzzleteil anheften!)
6.: Aus
Afrika wissen wir, dass in vielen Ländern Waisenkinder in keine
Familie, in keinen Clan, aufgenommen werden und alleine verloren
sind, wenn sie nicht von Hilfsorganisationen betreut werden. Bei den
Pinguinen werden Waisenkinder sofort von anderen übernommen!
(Puzzleteil anheften!)
7.: Ja,
sogar trauernde Partner werden getröstet und durch die Nähe der
anderen „aufgerichtet“.
L.: Ist das nicht alles wunderbar?!
Das alles haben Vogelkundler herausgefunden. Sie hatten eine ganze
Kolonie von Pinguinen markiert, um die Meereswanderungen der Tiere
nach der Brut zu verfolgen. Dabei stellten sie fest: Pinguine
bleiben zu Tausenden, ja zu Zehntausenden immer zusammen. Ihre Wege
trennen sich nie.
Es ist schon überwältigend, was uns die Natur vorlebt. Wir können
nur staunen! Und müssen alles tun, sie zu erhalten!
Credolied
Gottes
Schöpfung, gute
Erde
Tr 53
Gott liebt
diese
Welt
GL 297, 4. – 7. Str.
Fürbitten
Wir rufen zum Schöpfer des Himmels
und der Erde:
1. Hilf den christlichen
Kirchen, die Ehrfurcht vor der Schöpfung Gottes zu lehren, denn
jeder Anschlag auf die Natur ist ein Anschlag auf den Menschen
selbst!
2. Bewahre die Regierenden,
die Wirtschaft und die Wissenschaftler davor, die Natur nur unter
dem Gesichtspunkt der Nützlichkeit zu betrachten.
3. Lass die christlichen
Gemeinschaften sich für den Erhalt der Schöpfung und der Umwelt
einsetzen.
4. Bewege uns,
verantwortungsvoll mit dem dienenden Teil der Schöpfung umzugehen:
mit dem Ackerboden, den Pflanzen und Tieren.
Danke, Herr, dass
wir deine Werke mitgestalten dürfen, damit sie für alle Menschen
Früchte tragen. Auch so loben und ehren wir dich durch Christus,
unseren Herrn.
Lied zur Gabenbereitung
Dank sei
dir
GL 634
Gabengebet
Herr, unser
Gott. Wir danken dir für Brot und Wein auf dem Altar, Gaben deiner
Schöpfung, die Menschen im Schweiße ihres Angesichtes der Erde
abgerungen haben. Wir bitten dich, schenke sie uns verwandelt
zurück, damit sie uns helfen auf dem Weg zu dir und zu einer
gerechteren Welt. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
Präfation
Ja, es ist
richtig, dass wir dir danken mit den Worten des heiligen Franziskus:
Danke für Schwester Sonne und Mutter Erde, für die Blumen und
Kräuter, das kostbare Wasser, das mächtige Feuer, für Luft und
Wolken. Danke auch für das Schwere, das uns vor Übermut bewahrt. Vor
allem danken wir dir, der du deine Schöpfung erhalten willst.
Darum singen wir dir voller Freude mit allen Engel und Heiligen: ...
Alternativ: Präfation
für die Sonntage im Jahreskreis V oder VI.
Kanon zum
Sanctus
Jeder Teil
dieser
Erde Tr
833
Vaterunser
Einleitung:
Erlöse die Schöpfung von allem Bösen! Vater unser ...
Friedensgruß
Hinführung:
Friede unter den Menschen wirkt sich auch in der Schöpfung aus. Gebt
einander ein Zeichen des Miteinanders und des Friedens!
Lied zur Kommunion
Meditation nach der Kommunion
1. Spr.: Ich liebe dich, Erde,
mit allem, was auf dir lebt.
Gott hat dich geschaffen und in unsere Verantwortung gestellt.
2. Spr.: Ich liebe dich Erde,
denn Gott hat dich sehr schön gemacht
mit deinen Bäumen, Blumen, Tieren und Menschen.
Ich liebe dich Erde.
Gott erhält dich noch immer in seiner Treue.
1. Spr.: Einmal wirst du
kommen und uns fragen:
Was habt ihr mit den Lilien auf dem Feld gemacht?
Und was mit den Vögeln überall auf der Erde?
Waren sie ein Hindernis für die Einflugschneisen und Autobahnen?
2. Spr.: Trotz Krieg, Gewalt und
rücksichtsloser Ausraubung
schenkst du noch immer Frühling und Sommer,
Herbst und Winter
kommt immer ein neuer Tag nach dem Dunkel der Nacht.
1. Spr.: Ich liebe dich, Erde.
Darum will ich liebevoll leben lernen
und Verantwortung übernehmen für Gottes Schöpfung.
Schlussgebet
Ja, Herr, hilf
uns, deine Schöpfung zu bewahren, bis alle Ausbeutung, Krieg und
Hass vernichtet sind und das Fest der Feste beginnen kann in deiner
Gegenwart und mit der ganzen Schöpfung. Darum bitten wir durch
Christus, unseren Herrn.
Segen – Schlusslied
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