Die Schöpfung bewahren.
 
Home
Nach oben
Aktuelles
Informationen
Personen
Einrichtungen
Was tun, wenn
Historisches
Links
Impressum
Stand
19.10.06

zurück zur Gottesdienst - Übersicht


Die Schöpfung bewahren.

Beispiel Pinguin. Welttierschutztag

(für jedes Alter)

Gottesdienst als PDF-Datei


Vorbereitungen

Ein Pinguin als Puzzle aus sieben Teilen (siehe Grafik).  Auf dem Flanelltuch sollte mit Kreide der Umriss des Puzzle zu sehen sein.

Hinweis

Falls Ihnen der Weg nicht zu weit ist, können Sie den zu puzzelnden Pinguin bei uns ausleihen: Willi Hoffsümmer, Glescher Str. 54, D-50126 Bergheim, Fax 02271/43757; E-Mail Willi.Hoffsuemmer@t-online.de

Lied zu Beginn

Die Erde ist schön                             Tr 774
Lobe den Herren                                GL 258

Begrüßung

Im Kreuz laufen die vier Himmelsrichtungen zusammen. Wir legen es als Zeichen des Heiles über uns: Im Namen ...

Der Gott des Lebens sei mit euch! 

Hinführung

Wusstet ihr schon, dass der „Eiskeller“ Antarktis noch vor drei Millionen Jahren bewaldet war? Heute lebt dort der Pinguin, ein wunderbares Geschöpf, das wir gleich näher kennen lernen wollen – nur ein Beispiel für Gottes grenzenlose Fantasie!

Zuerst aber besinnen wir uns und fragen uns, wie wir mit der Schöpfung umgehen.

Bußakt

1.           Herr, wir bekennen: Trocken gelegte Flüsse, abgeholzte Wälder, verpestete Luft, verseuchte Ozeane. –  Herr, erbarme dich!

Alle:       Herr, erbarme dich!

2.           Herr, wir bekennen: Blei im Gras, Quecksilber im Fisch, totgeprügelte Robben, torpedierte Wale, gejagte Elefanten, Antibiotika im Rind, Mastvieh in Boxen, Insektengifte und Unkrautvertilger. – Christus, erbarme dich!

Alle:       Christus, erbarme dich!

3.           Der Moloch Technik frisst den Zauberlehrling. Der Allesfresser Mensch zerquält die Erde. Seine größte Sünde: Habgier! – Herr, erbarme dich!

Alle:       Herr, erbarme dich!

Vergebungsbitte: Der mächtige Gott erbarme sich unser. Er helfe uns, unsere Freiheit nicht weiter zu missbrauchen und das natürliche Gleichgewicht der Erde nicht noch mehr zu zerstören, damit wir auf dem Weg des Lebens bleiben.

Glorialied

Gloria, Ehre sei Gott                                                 Tr 132
Lobet und preiset, ihr Völker (Kanon)                       GL 282 

Tagesgebet

Guter Gott. Wir danken dir für den wunderbaren Wohnplatz Erde, für das Wasser in den Flüssen, die Vögel in der Luft und die Fische im Meer. Hilf uns, die bunte Welt der Schmetterlinge und Käfer bis hin zu den Milliarden beinahe unsichtbarer Lebewesen über und unter der Erde zu bewahren. Das erbitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Lesung aus dem Buch der Psalmen

Einleitung: Vor über dreitausend Jahren hat schon einmal jemand unsere schöne Welt mit großen Augen bestaunt und hat ein Lied an Gott geschrieben. Dieses Lied steht im Buch der Psalmen im Alten Testament

Ich will dich loben, Herr und Gott!
Wie bist du so groß!
Da ist das Meer – so weit und tief.
Die Tiere, die darin leben, sind gar nicht zu zählen.
Und auf dem Eis Pinguine und Robben.
Auch die mächtigen Berge hast du gemacht!
Sie gehören dem Steinbock, den Gämsen, den Murmeltieren und dem Adler.
Wenn die Sonne aufgeht, atmen alle
und freuen sich über deine herrliche Welt.
Es freuen sich die Gräser und Blumen, die Sträucher und Bäume,
die vielen Lebewesen – besonders die Menschen.
Auch ich will dich loben, Herr und Gott.
Wie groß bist du, der du alles gemacht hast!
Ich freue mich darüber und danke dir! (Nach  Ps 104) 

Zwischengesang

Singt das Lied der Freude über Gott!     GL 272, bes. die 2. Str.
Eine Handvoll Erde                              Tr 773

Evangelium nach Matthäus

Einleitung: Staunen über die Schöpfung Gottes.

In jener Zeit sagte Jesus zu den Menschen: Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen; euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie? Wer von euch kann mit all seiner Sorge sein Leben auch nur um eine kleine Zeitspanne verlängern? Und was sorgt ihr euch um eure Kleidung? Lernt von den Lilien, die auf dem Feld wachsen: Sie arbeiten nicht und spinnen nicht. Doch ich sage euch: Selbst Salomo war in all seiner Pracht nicht gekleidet wie eine von ihnen. Wenn aber Gott schon das Gras so prächtig kleidet, das heute auf dem Feld steht und morgen ins Feuer geworfen wird, wieviel mehr dann euch, ihr Kleingläubigen! (Mt 6,26–30)

Ansprache

Aus Gottes wunderbarer Schöpfung greifen wir einmal einen Vogel heraus (L. zeigt auf die Flanelltafel). Ahnt ihr, welches Tier mit den Umrissen gemeint ist? Ja, der Pinguin; er lebt in der eiskalten Antarktis, weil er dort viel Nahrung im Meer findet und auf dem Land vor Raubtieren sicher ist. Gerade dieser Vogel kann uns staunen lassen. Es gibt keine Pinguinarten mehr, die fliegen können. Vor Millionen Jahren haben sie diese Fähigkeit verloren. Ich beschränke mich jetzt auf die Kaiserpinguine!

Wusstet ihr schon,

●  dass Kaiserpinguine, die bis zu 1,10 m groß werden können, bis über 500 m tief im Meer tauchen können, um in der Tiefe Futter zu suchen? Die Schwimmgeschwindigkeit beträgt normal 11 km in der Stunde, maximal 25 km!

●  dass diese Pinguine zum Beginn der Brutsaison fast immer wieder den gleichen Partner suchen und ihn anhand des Geschreis aus einer Kolonie von mehreren tausend Tieren heraushören können?

●  dass sie die Verdauung im Magen „abschalten“ können, um für die Jungen unverdaute Nahrung zurückzubehalten, die sie jederzeit hochwürgen können, um das Junge zu füttern? Erst nach zwölf Monaten sind Kaiserpinguine erwachsen!

●  dass sie über 300 km bis zum offenen Meer wandern können, um dort durch Nahrung ihre Fettreserven aufzufüllen? Oder dass sie mit ihren kleinen Küken täglich bis zu 30 km bei der Suche nach Nahrung zurücklegen können, mit großen Küken täglich bis 80 km!

●  dass ihre schwarzweiße Farbe sie vor dem Entdecktwerden schützt? Auf dem Eis ist ihr weißer Bauch von unten kaum gegen den hellen Himmel zu erkennen und im Wasser ist der schwarze Rücken gegen den dunklen Meeresgrund eine gute Tarnung.

●  dass sie auf dem unendlichen Eis kein Material für einen Nestbau finden und deshalb das 11 cm große Ei in einer Bauchfalte des Männchens bis zu 68 Tagen lang ausbrüten?

●  dass sie, wenn sie flügge sind, zum ersten Mal ans Meer wandern und als Nichtschwimmer den Sprung ins kalte Wasser wagen müssen und dann sofort schwimmen, tauchen und jagen können?

Das alles ist schon toll! Gott sei Dank kann diesen Tieren dieser Lebensraum auch erhalten bleiben, denn durch den Antarktisvertrag von 1959 haben sich alle Nationen verpflichtet, dieses Gebiet zu schonen. Und doch drohen Gefahren, denn das Ozonloch verringert die Eisschicht der Meere – der Lebensraum der Pinguine taut einfach weg! Auch Fugzeuge überqueren manchmal die Nistgebiete und versetzen die Tiere in Panik. Und der Massentourismus wie die Überfischung dieser Gewässer engen ihre Lebenschancen ein.

Jetzt möchte ich noch aufzeigen, was wir von diesem Vogel lernen können, der nicht mehr fliegen kann, wohl aber unter Wasser pfeilschnell ist. Der Pinguin weiß – wie die Bienen und Ameisen: Nur gemeinsam sind wir stark! Sieben Kinder oder Jugendliche lesen uns vor, warum, und sie puzzeln dabei den Pinguin zusammen.

1.   (liest von der Rückseite des Puzzleteils):
Gemeinsam
sind Pinguine so stark, dass sie sogar Schwertwale, Seelöwen und Raubmöwen in die Flucht schlagen können. (Puzzleteil anheften)

2.   Bei der furchtbaren Kälte bis minus 60 Grad und bei Stürmen bis 250 Stundenkilometer stellen sie sich dicht zusammen und bilden einen Kreis. Dabei kommen die Jungtiere und die Weibchen in die Mitte. Außen herum befinden sich die Männchen, mit dem Gesicht nach innen; sie drehen sich dann aber langsam im Kreis, so dass jedes Tier dem Sturm und der Eiseskälte trotzen muss, sich aber im Windschatten wieder erholen kann. (Puzzleteil anheften!)

3.:  Die Küken der Pinguine kommen nach mehreren Wochen in den so genannten Kindergarten. Hier stehen Massen von Küken zusammen, die zwar von den Eltern noch gefüttert, aber nicht mehr bewacht werden. Als Gruppe sind sie nämlich stark genug, um nicht mehr von Raubvögeln bedroht zu werden. (Puzzleteil anheften!)

L.:  Jetzt versteht ihr sicherlich, warum sie in Gemeinschaft so stark sind. So ist es auch für uns wichtig, hier zusammenzukommen, um zu erfahren, dass wir nicht alleine glauben. Dann können wir uns leichter auch in der Woche noch stark im Glauben fühlen. – Aber hört weiter, was Pinguine uns beispielhaft vorleben:

4.:  Wenn die männlichen Tiere das Ei in der Bauchfalte rund zwei Monate lang ausbrüten, verlieren sie darüber die Hälfte ihres Gewichtes! Und die Frau ist weit weg! Welcher Verzicht für das Kind! (Puzzleteil anheften!)

5.:  Wenn ein Tier erkrankt, legt der gesamte Trupp eine Rast ein – egal bei welchem Wetter und an welchem Ort! (Puzzleteil anheften!)

6.: Aus Afrika wissen wir, dass in vielen Ländern Waisenkinder in keine Familie, in keinen Clan, aufgenommen werden und alleine verloren sind, wenn sie nicht von Hilfsorganisationen betreut werden. Bei den Pinguinen werden Waisenkinder sofort von anderen übernommen! (Puzzleteil anheften!)

7.:  Ja, sogar trauernde Partner werden getröstet und durch die Nähe der anderen „aufgerichtet“.

L.:  Ist das nicht alles wunderbar?! Das alles haben Vogelkundler herausgefunden. Sie hatten eine ganze Kolonie von Pinguinen markiert, um die Meereswanderungen der Tiere nach der Brut zu verfolgen. Dabei stellten sie fest: Pinguine bleiben zu Tausenden, ja zu Zehntausenden immer zusammen. Ihre Wege trennen sich nie.
Es ist schon überwältigend, was uns die Natur vorlebt. Wir können nur staunen! Und müssen alles tun, sie zu erhalten!

Credolied

Gottes Schöpfung, gute Erde                                                                      Tr 53

Gott liebt diese Welt                                                                                     GL 297, 4. – 7. Str.

Fürbitten 

Wir rufen zum Schöpfer des Himmels und der Erde:

1.       Hilf den christlichen Kirchen, die Ehrfurcht vor der Schöpfung Gottes zu lehren, denn jeder Anschlag auf die Natur ist ein Anschlag auf den Menschen selbst!

2.       Bewahre die Regierenden, die Wirtschaft und die Wissenschaftler davor, die Natur nur unter dem Gesichtspunkt der Nützlichkeit zu betrachten.

3.       Lass die christlichen Gemeinschaften sich für den Erhalt der Schöpfung und der Umwelt einsetzen.

4.       Bewege uns, verantwortungsvoll mit dem dienenden Teil der Schöpfung umzugehen: mit dem Ackerboden, den Pflanzen und Tieren.

Danke, Herr, dass wir deine Werke mitgestalten dürfen, damit sie für alle Menschen Früchte tragen. Auch so loben und ehren wir dich durch Christus, unseren Herrn.

Lied zur Gabenbereitung

Dank sei dir                                                                                                  GL 634

Gabengebet

Herr, unser Gott. Wir danken dir für Brot und Wein auf dem Altar, Gaben deiner Schöpfung, die Menschen im Schweiße ihres Angesichtes der Erde abgerungen haben. Wir bitten dich, schenke sie uns verwandelt zurück, damit sie uns helfen auf dem Weg zu dir und zu einer gerechteren Welt. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Präfation

Ja, es ist richtig, dass wir dir danken mit den Worten des heiligen Franziskus: Danke für Schwester Sonne und Mutter Erde, für die Blumen und Kräuter, das kostbare Wasser, das mächtige Feuer, für Luft und Wolken. Danke auch für das Schwere, das uns vor Übermut bewahrt. Vor allem danken wir dir, der du deine Schöpfung erhalten willst. Darum singen wir dir voller Freude mit allen Engel und Heiligen: ...

Alternativ: Präfation für die Sonntage im Jahreskreis V oder VI.

Kanon zum Sanctus

Jeder Teil dieser Erde                                                           Tr 833 

Vaterunser

Einleitung: Erlöse die Schöpfung von allem Bösen! Vater unser ...

Friedensgruß

Hinführung: Friede unter den Menschen wirkt sich auch in der Schöpfung aus. Gebt einander ein Zeichen des Miteinanders und des Friedens!

Lied zur Kommunion

Dass du mich einstimmen lässt                                            Tr 135

Meditation nach der Kommunion

1. Spr.:     Ich liebe dich, Erde, mit allem, was auf dir lebt.
Gott hat dich geschaffen und in unsere Verantwortung gestellt.

2. Spr.:     Ich liebe dich Erde, denn Gott hat dich sehr schön gemacht
mit deinen Bäumen, Blumen, Tieren und Menschen.
Ich liebe dich Erde.
Gott erhält dich noch immer in seiner Treue.

1. Spr.:            Einmal wirst du kommen und uns fragen:
Was habt ihr mit den Lilien auf dem Feld gemacht?
Und was mit den Vögeln überall auf der Erde?
Waren sie ein Hindernis für die Einflugschneisen und Autobahnen?

2. Spr.:     Trotz Krieg, Gewalt und rücksichtsloser Ausraubung
schenkst du noch immer Frühling und Sommer,
Herbst und Winter
kommt immer ein neuer Tag nach dem Dunkel der Nacht.

1. Spr.:     Ich liebe dich, Erde.
Darum will ich liebevoll leben lernen
und Verantwortung übernehmen für Gottes Schöpfung.

Schlussgebet

Ja, Herr, hilf uns, deine Schöpfung zu bewahren, bis alle Ausbeutung, Krieg und Hass vernichtet sind und das Fest der Feste beginnen kann in deiner Gegenwart und mit der ganzen Schöpfung. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Segen  –  Schlusslied

Nun danket alle Gott                                                 GL 266
Komm, bau ein Haus                                                Tr 813, bes. die 1. Str.

(Willi Hoffsümmer)

nach oben


Zurück


Home | Aktuelles | Informationen | Personen | Einrichtungen | Was tun, wenn | Historisches | Links | Impressum