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Steh
auf und stell dich!
Hagar zwischen
Abraham und Sara.
12.So.iJ.B.
(Jugendliche ab 6. Schuljahr u. Erwachsene)
Gottesdienst
als PDF-Datei
Vorbemerkung
Vorbereitungen
1. Vor dem
Altar ist ein großer Brunnen zu sehen = Stühle im Kreis gestellt,
darüber blaue Tücher.
2. Es kann
jedem Besucher/ jeder Besucherin ein Brunnenbild (siehe Titelseite)
angereicht werden. In der Mitte des Brunnens steht: „Habe ich mich
von Gott bisher finden lassen?“ Um den Brunnen: „Ich stelle mich den
Schwierigkeiten meines Lebens, weil ich glaube, dass Gott ‚nach mir
schaut’.“
3. Hagar wird
von einer älteren Jugendlichen oder einer jungen Frau dargestellt –
mit offenem Haar, weitem Gewand und barfuß oder auf Sandalen. Sara
wird von einer schönen gereiften Frau gespielt. Abraham von einem
älteren Mann. Sara und Abraham sitzen von Beginn an auf Stühlen mit
dem Rücken zum Brunnen.
L= LeiterIn der Liturgie. (Im Spiel der Lesung
kann er/sie auch durch eine andere Person ersetzt werden)
Lied zu Beginn
Ich lobe meinen Gott Tr 129
In Ängsten die einen Tr 108
Gott liebt diese Welt GL 297
Begrüßung und
Hinführung
Im Namen des Vaters… Gott, dem die Menschen am
Herzen liegen, er sei mit euch!
Alle: Und mit deinem Geiste.
Lesung als Spiel
aus dem Buch Genesis
H = Hagar S =
Sara A = Abraham
L (zeigt auf den Brunnen vor dem Altar):
So ein Brunnen ist in jeder Wüste ein Ort des Lebens. Er spielt eine
Rolle in der Geschichte, die wir jetzt hören und sehen. Auch wir
dürfen aus dem Brunnen trinken.
Da kommt schon die Hauptperson dieser
Geschichte!
H (kommt durch den Mittelgang nach vorne und
schaut zurück):
Ich schaue zurück auf die Spur meines Lebens,
auf die Biegungen und Kreuzungen. Ich erinnere mich an ihn, der mir
für Augenblicke sein Antlitz verbarg, mich im Dunkel allein ließ,
mir aber auch in der Wüste neues Wasser zum Leben schenkte. Das gab
mir die Kraft, Schwierigkeiten zu überwinden. Ich konnte zurückgehen
und mich den Problemen stellen.
(Tagesgebet)
Keine Klage verhallt bei dir ins Leere.
Keine Träne bleibt bei dir ohne Antwort.
Danke!
(sie legt sich in den Schatten des Brunnens)
L: Ich muss euch die dramatische
Geschichte dieser Frau erzählen. Sie steht im ersten Buch der Bibel,
im Buch Genesis. Abraham war schon im hohen Alter und hatte immer
noch keine Nachkommenschaft. Da sagte seine Frau Sara zu ihm: Ich
habe da eine ägyptische Magd, die Hagar (L zeigt auf die Frau im
Schatten des Brunnens). Geh zu ihr. Vielleicht komme ich durch sie
zu einem Sohn. So eine Leihmutterschaft war damals nichts
Ungewöhnliches. Wenn die Sklavin ein Kind bekam, war es rechtlich
ein Kind des Ehepaares. Kinder waren für die spätere Versorgung der
Eltern ungeheuer wichtig. Dem wurde alles untergeordnet.
Und Hagar wurde schwanger. Das machte sie stolz
gegenüber ihrer Herrin; die war darüber erbost und beklagte sich bei
Abraham. Der sagte: „Mach mit ihr, was du willst!“ Da behandelte
Sara sie so hart, dass sie fortlief.
Bis zu diesem Brunnen (L zeigt auf Hagar und
den Brunnen). Bevor ich das Drama weiter erzähle, singen wir
erst ein Lied. Waren wir auch schon in solch einer Schwierigkeit, in
der wir kraftlos am Boden lagen?
Lied
Meine engen Grenzen Tr
115
L: (ruft) Hagar! Ich möchte dich etwas fragen! (H richtet
sich halb auf) Du stehst seither für alles Unterdrückte,
Benachteiligte, ja Diskriminierte! Aber warst du dein Elend nicht
selber schuld?
Lied
Interview
der Sara und Abraham
Lied
Evangelium nach
Matthäus
Kurzpredigt
Meditationsmusik
Glaubensbekenntnis
Fürbitten
Gott, Ursprung und Ziel alles Lebendigen.
1. Lenke die christlichen Kirchen, Menschen anderen Glaubens zu
schützen und besonders auf Juden und Muslime zuzugehen, die auch in
Abraham ihren Stammvater des Glaubens sehen.
2. Wecke die
Bereitschaft in den Staaten der Welt, Menschen zu helfen, die
millionenfach mit Bündeln auf dem Kopf fliehen und mit
Wasserkanistern in den Händen.
3. Wir bitten
dich für alle Ausländerinnen und Ausländer in unserem Land.
Hilf besonders den christlichen Gemeinschaften, über alle Vorurteile
und Mauern hinaus Wege zueinander zu finden.
4. Steh allen
bei, die bis in die Familien hinein durch physische und psychische
Gewalt unterdrückt und missbraucht werden.
5. Mache uns
zu gastfreundlichen Menschen, die keine Angst haben vor Fremden, die
doch letztlich auch unsere Brüder und Schwestern sind.
6. Hilf uns,
dass wir Zerbrochenes heilen, blutende Wunden verbinden und dafür
sorgen können, dass alle befreit atmen können.
Denn du kümmerst dich um uns wie ein Vater und
wie eine Mutter, weil du uns das Leben in Fülle schenken willst,
durch Christus, unseren Herrn.
Gabenlied
Solange es Menschen gibt auf Erden GL
300
Bewahre uns Gott Tr 335
Keinen Tag soll es geben Text u. Noten siehe
Gabengebet
Herr, unser Gott. Dein Heiliger Geist möge die
Gaben von Brot und Wein überschatten, damit sie uns zu Brunnen
werden, die neues Leben schenken. Schicke uns als Wegbegleiter
Engel, die uns tragen helfen, stützen und stärken, durch Christus,
unseren Herrn.
Vaterunser – Friedensgruß
Lied zur Kommunion
Brot, das die Hoffnung nährt
Tr 194
Meine Zeit steht in deinen Händen Tr 759
Oder: All meine Quellen entspringen in dir siehe (2)
Meditation
nach der Kommunion
(auf Musik gesprochen)
Schlussgebet
Segen-Schlusslied
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