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Totenwache
(bei
einem allgemeinen Todesfall)
Hinweis:
Nur wenn genügend Personen teilnehmen, können auch Lieder gesungen
werden.
Lied zu Beginn;
GL 656, 1. - 3. Str.: Wir sind nur Gast auf Erden
Begrüßung
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes Amen.
In dieser Stunde haben wir uns versammelt, um unserer Trauer Ausdruck zu
verleihen. Wir möchten dabei für die/den Verstorbene(n) beten und
ihn/sie Gottes Barmherzigkeit anvertrauen.
I. Auferstanden
Wir dürfen über den Horizont dieser Welt hinaus blicken, weil Jesus
Christus durch Kreuz und Auferstehung die Türen für unser eigentliches
Leben in Gottes Herrlichkeit geöffnet hat.
Oder wie es ein Dichter unserer Tage ausgedrückt hat:
1.
Weder Tod noch Leben trennen uns von Gottes Liebe,
die in Jesus Christus sichtbar ist.
2.
Wenn wir gestorben sind und verloren,
wird man uns senken in deine Erde.
1. Wenn wir verloren sind und
verlassen,
wirst du uns halten in deinen Händen.
2. Weder Tod noch
Leben trennen uns von Gottes Liebe,
die in Jesus Christus sichtbar ist.
1. Wenn wir verlassen sind und vergessen,
wirst du uns nennen bei unserem Namen.
2. Wenn wir vergessen sind und
vergangen,
wirst du uns bergen in deiner Treue.
1. Weder Tod noch Leben trennen uns
von Gottes Liebe,
die in Jesus Christus sichtbar ist.
(Lothar Zenetti)
In der Bibel stehen dazu deutliche Sätze - schon
aus der Zeit vor Jesus Christus.
Wir hören aus dem Buch der Weisheit:
Die Seelen der Gerechten sind in Gottes
Hand; und keine Qual kann sie berühren. In den Augen der Toren sind sie
gestorben. Ihr Heimgang gilt als Unglück. Ihr Scheiden von uns als
Vernichtung. Aber sie sind im Frieden. In den Augen der Menschen wurden
sie gestraft; doch ihre Hoffnung ist voll Unsterblichkeit. Ein wenig nur
werden sie gezüchtigt; doch sie empfangen große Wohltat. Denn Gott hat
sie geprüft und fand sie seiner würdig. Wie Gold im Schmelzofen hat er
sie erprobt und sie angenommen als vollgültiges Opfer. Alle, die auf ihn
vertrauen, werden die Wahrheit erkennen. Und die Treuen werden bei ihm
bleiben in Liebe. (Weish 3,1-6.9a)
Deutlicher steht es bei Paulus im Römerbrief:
Christus Jesus, der gestorben ist, mehr
noch: der auferweckt wurde, sitzt zur Rechten Gottes und tritt für uns
ein. Was kann uns scheiden von der Liebe Christi? Bedrängnis oder Not
oder Verfolgung, Hunger oder Kälte, Gefahr oder Schwert? All das
überwinden wir durch den, der uns geliebt hat. Denn ich bin gewiss:
Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte, weder Gegenwärtiges noch
Zukünftiges, weder Gewalten der Höhe oder Tiefe noch irgendeine andere
Kreatur können uns scheiden von der Liebe Gottes, die in Jesus Christus
ist, unserem Herrn. (Röm 8,34-39)
oder
Wisst ihr nicht, dass wir, die wir auf
Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind? Wir
wurden mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod, und wie Christus
durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, so
sollen auch wir als neue Menschen leben. Sind wir nun mit Christus
gestorben, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden. (Röm
6,3-4.8)
Wir beten ein Gesätz vom Rosenkranz „Jesus, der von den Toten
auferstanden ist“. Wir beten aber nur fünf Ave Maria, wie es auch bei
Wallfahrten üblicher geworden ist:
Vater unser, im
Himmel,
geheiligt werde dein
Name, dein Reich komme,
dein Wille geschehe
wie im Himmel so auf Erden.
Alle:
Unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld, wie
auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in
Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Amen.
Gegrüßet seist du
Maria, voll der Gnaden, (5 x!)
der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit
unter den Frauen und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus, der
von den Toten auferstanden ist.
Alle:
Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder,
jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.
Abschluss:
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. Amen.
Alle:
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Lied:
865, 2. Str.: Jesus, dir jauchzt alles zu …
II. Trauer und Zweifel
Wir brauchen uns dabei der Tränen und der Zweifel
nicht zu schämen. Aber wir dürfen dabei auf das große Plus des Kreuzes
schauen: Mit unserem Glauben fällt es leichter, unsere Gefühle richtig
auszurichten, ohne sie abkürzen zu wollen.
Etwas davon können wir folgenden Gedanken entnehmen:
Nein, ich bin meiner Sache nicht sicher,
was das Ende betrifft:
das Sterben, das Grab, das Vergehn
und den unaufhaltsamen Tod,
der mich aufzehren wird
und austilgt für immer.
Daran ist kein Zweifel.
Und doch bin ich
manchmal nicht sicher
und zweifle am Augenschein und denke nach:
Ob nicht doch etwas
bleibt von dem, was ich war?
Ob nicht doch
im grauen Geröll, in dem Staub,
in dem Tod, eine Spur sich unvergessen erhält?
Ob nicht doch einer ist,
der mich ruft mit Namen, vielleicht.
Der mir sagt, dass ich bin;
dass ich sein soll für
immer –
und leben werde mit Ihm.
Nein,
ich bin meiner Sache nicht sicher,
was das Ende betrifft
und den Tod.
Gegen den Augenschein hoff’ ich auf Ihn.
(Lothar Zenetti)
oder
Es könnte doch sein,
dass es das gibt,
sagt, was ihr wollt:
Ein Erbarmen, das mich
hält,
das mich trägt von jeher.
Ein Erbarmen, in das ich mich bergen kann,
jederzeit.
Sagt, was ihr wollt:
Es könnte doch sein, dass es das gibt:
Dass einer ist, der ja
zu mir sagt;
der in mir atmet;
dessen Herz in mir schlägt;
der macht, dass ich bin.
Es könnte doch sein,
dass es das gibt.
Sagt, was ihr wollt!
(Lothar Zenetti)
Die Bibel, das Buch der Bücher, sagt uns klar mit
den Worten Jesu: Trauert nicht endlos, weil einer sagen wird oder sagt -
auch einmal zu uns: Steh auf! Da heißt es bei Lukas:
Jesus ging in eine Stadt namens Nain. Als
er in die Nähe des Stadttores kam, trug man gerade einen Toten heraus.
Es war der einzige Sohn seiner Mutter, einer Witwe. Als der Herr die
Frau sah, hatte er Mitleid mit ihr und sagte zu ihr: Weine nicht! Dann
trat er an die Totenbahre und berührte sie. Die Träger blieben stehen.
Und er sprach: Junger Mann, ich sage dir: Steh auf! Da richtete sich der
Tote auf und begann zu sprechen, und Jesus gab ihn seiner Mutter zurück.
Alle wurden von Furcht ergriffen; sie priesen Gott und sagten: Ein
großer Prophet ist unter uns aufgetreten. Gott hat seinem Volk Gnade
erwiesen. (Lk 7,11-16)
Weil Jesus uns in seinem Kreuzestod die Rätsel
der Welt gelöst hat, obwohl wir sie immer noch kaum durchschauen können,
beten wir das Gesätz vom Rosenkranz „Jesus, der für uns
gekreuzigt worden ist“:
Vater unser, im
Himmel,
geheiligt werde dein
Namen, dein Reich komme,
dein Wille geschehe
wie im Himmel so auf Erden.
Alle:
Unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld, wie
auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in
Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Amen.
Gegrüßet seist du
Maria, voll der Gnaden, (5x!)
der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit
unter den Frauen und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus, der
für uns gekreuzigt worden ist.
Alle:
Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder, jetzt und in der
Stunde unseres Todes.
Amen.
Abschluss:
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. Amen.
Alle:
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Lied:
Von guten Mächten Heft 120, 1. + 2. Strophe
III. Gestärkt in die Zukunft gehen
Der Tod liegt auch noch vor uns. Diese Stunde der Trauer und des
Gedenkens an den/die Tote(n) ist auch für uns eine Chance, anders
weiterzugehen.
Keiner kann etwas beweisen: Weder, dass es mit dem Tod aus ist, noch,
dass es nach dem Tod weitergeht. Aber wir dürfen positiv denken und uns
an Jesus festhalten. So können wir beten:
1.
Ich möcht’,
dass einer mit mir geht;
der’s Leben kennt, der mich versteht;
der mich zu allen Zeiten kann geleiten.
Ich möcht’, dass einer mit mir geht.
2.
Ich wart’, dass einer mit mir geht;
der auch im Schweren zu mir steht;
der in den dunklen Stunden mir verbunden.
Ich wart’, das einer mit mir geht.
1. Es heißt, dass
einer mit mir geht;
der’s Leben kennt, der mich versteht;
der mich zu allen Zeiten kann geleiten.
Es heißt, dass einer mit mir geht.
2. Wir nennen ihn
den Herren Christ,
der durch den Tod gegangen ist.
Er will durch Leid und Freuden uns geleiten.
Ich möcht, dass er auch mit mir geht.
(Hans Köbler)
Und Gott antwortet:
1. Hab
keine Angst, denn ich erlöse dich.
Ich rufe dich beim Namen, du bist mein.
2. Für diese
Welt ist das Leben zu Ende.
Für den, der glaubt, hat das Leben begonnen.
Jetzt weinen wir, da wir ihn/sie nicht mehr haben;
der/die unser war und den/die wir nicht mehr sehen.
1. Wir suchen
den/die Verstorbene(n) bei dem Schöpfer des Lebens.
Denn er hat uns diesen Menschen gegeben.
Er gab ihn uns, und er hat ihn genommen.
Wir danken Gott, dass er unser gewesen.
2. Hab keine
Angst, denn ich erlöse dich.
Ich rufe dich beim Namen, du bist mein.
1.
Auch wer da stirbt, bleibt in unserer Mitte.
Er geht voraus, und wir werden ihm folgen.
So sterben wir, um verwandelt zu werden.
Und unser Gott wird uns rufen zum Leben.
2.
Hab keine Angst, denn ich erlöse dich.
Ich rufe dich beim Namen, du bist mein.
(Lothar Zenetti)
oder
(statt: Gott antwortet …)
wir beten abwechselnd im Vertrauen auf Gott GL 718: Der
Herr ist mein Hirt …
Wir greifen zum Schluss noch einmal nach den Perlen des Gebetes. Der
Maria in den Himmel holte, kann auch uns an die Hand nehmen. Wir beten
das Gesätz „Jesus, der dich, o Jungfrau, in den Himmel
aufgenommen hat“.
Vater unser, im
Himmel.
geheiligt werde dein
Name, dein Reich komme
dein Wille geschehe
wie im Himmel so auf Erden.
Alle:
Unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld, wie
auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in
Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Amen.
Gegrüßet seist du
Maria, voll der Gnaden, (5 x!)
der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit
unter den Frauen und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus,
der dich, o Jungfrau, in den Himmel aufgenommen hat.
Alle:
Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder,
jetzt und in der
Stunde unseres Todes.
Amen.
Abschluss:
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist. Amen.
Alle:
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Segen
So segne die/den Verstorbene(n) und uns der barmherzige Gott: der Vater
und der Sohn und der Heilige Geist.
evtl. Schlusslied:
Maria, breit GL 949
Segne du,
Maria Heft 136
Dauer: 25 Minuten mit Liedern, aber ohne Alternativen
Zusammenstellung:
Willi Hoffsümmer

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