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Verletzte Liebe, die geheilt wurde.
Karfreitag bis Ostern
Gottesdienst als PDF-Datei
Vorbereitet
liegen ein großer schmiedeeiserner Nagel und eine Rose.
Lieder
Beginn GL 222: Nun
freue dich, du Christenheit
Gloria GL 218: Gelobt sei Gott
Zwischengesang GL 219: Die ganze Welt
Credo Tr 91: Manchmal feiern wir
Gabenlied Tr 682: Andere Lieder wollen wir singen
Zur Kommunion GL 220: Das ist der Tag
Schluss GL 213: Christ ist erstanden
Lesungen
Jesus starb und wurde auferweckt: 1 Kor 15,1-8;
Jesus lebt: Mt 28,1-20 oder Mk 16,1-8 oder Lk 24, 1-12;
Die Emmausjünger: Lk 24, 13-35
Begrüßung und
Hinführung
Im Kino: Blutüberströmt, fertig gemacht fiel
einer um als Letzter von allen – das war im Western.
In der Kirche: Blutüberströmt, fertig gemacht stand einer auf als
Erster von allen – das war Ostern. (Lothar Zenetti)
Kyrie-Ruf
Herr Jesus Christus:
·
Du hast den Tod besiegt: Herr, erbarme dich!
·
Deine Liebe ist stärker als die Schwerkraft unserer
Erde: Christus, erbarme dich!
·
Du lässt aus Dornen Rosen wachsen: Herr, erbarme dich!
Lossprechungsbitte: … und stärke uns im Leben
wie im Tod.
Tagesgebet
Gott, du Herr allen Lebens, du willst nicht den
Tod des Sünders. Darum hast du alle, die an dich glauben, in der
Taufe auf festen Grund gestellt. Lass uns aus dieser Geborgenheit
immer wieder neuen Mut schöpfen und deine Auferstehung bezeugen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
Ansprache
Aber Gott sei Dank ist da ja noch die Rose! Sie
trägt zwar auch Dornen, denn seit unserer Entfremdung von Gott gibt
es keine Liebe ohne Leid. Aber mehr faszinieren ihre leuchtende
Schönheit und Zärtlichkeit. Oft werden in Frankfurt rote Rosen an
der „Klagemauer“ abgelegt. Sie wollen sagen, dass sich die Liebe vom
Tod nicht aufhalten lässt. Heilende Liebe! Wie oft sehen wir die
Rosen, Symbol der Liebe, in Brautsträußen und auf Särgen!
Der Duft einer Rose weckt die Sehnsucht, dass
der Tod doch nicht das letzte Wort hat und dass es bei Gott eine
letzte Geborgenheit gibt, die uns alle wieder zusammenfinden lässt.
Die Jünger von Emmaus empfanden diesen Duft in
dem Augenblick, als sie beim Brotbrechen den auferstandenen Herrn
erkannten und verstanden – oder besser: ahnten -, dass der Tod nur
ein Verwandlungsprozess ist.
Vielleicht hat der große Mahatma Gandhi das
auch gemeint, als die christlichen Missionare ihn fragten: „Wie
können wir die Herzen der Menschen für die Botschaft Jesu
aufschließen?“ Gandhi antwortete: „Sie kennen doch das Geheimnis der
Rose: sie duftet! Also duften Sie, meine Herren!“ Nicht nur
überzeugendes Handeln ist gefragt, es gilt auch, in allem
auszustrahlen: Hinter uns steht der, der alles Leid und den Tod
überwunden hat. Heilende Liebe!
Daran wollten auch die Erbauer der Dome und
Kathedralen erinnern, die jeweils in die Westwand das so genannte
Rosenfenster setzten: Wenn wir aus der Atempause des Gottesdienstes
wieder in die laute Welt zurückgehen, dann soll unser Blick auf die
Mitte dieses Fensters fallen, in dem der wiederkommende Christus
dargestellt ist. Wir gehen auf den zu, der uns im Tod ins
eigentliche Leben führt. Letzte heilende Liebe!
Darum möchte ich diese Rose auf den
Altar legen, damit ihr Duft in uns in jedem Gottesdienst die
Sehnsucht weckt nach der letzten Geborgenheit, die Menschen nicht
geben können. Jesus aber hat den Zugang dorthin aufgebrochen. Wir
können eintreten durch diese Tür, um alle verletzte Liebe abzulegen
und Gottes heilende Liebe zuzulassen. (legt die Rose auf den
Altar)
Fürbitten
L.: Wir rufen zum Herrn der Welt:
1. Für alle,
die die Botschaft von der Auferstehung in alle Welt tragen.
– Christus, höre uns! Alle: Christus, erhöre uns!
2. Für alle in
den Medien und der Gesellschaft, die meinen, der Tod habe das letzte
Wort.
– Christus, höre uns! Alle: Christus erhöre uns!
1. Für alle
Kranken, Traurigen und Sterbenden, die mehr Dornen und Hammerschläge
zu spüren bekommen als Rosen. – Christus, höre uns!
2. Für uns
selbst, die wir manchmal an der Liebe leiden. – Christus, höre uns!
1. Für unsere
Verstorbenen, die die Geborgenheit in Gott und das Leben in Fülle
ersehnen.
– Christus, höre uns!
L.: So bitten wir den befreienden Gott, der uns in Jesus Christus
erschienen ist, der mit seinem Vater und dem Heiligen Geist lebt und
liebt in alle Ewigkeit.
Gabengebet
Du Gott des Lebens!
Mit der Rose haben wir die Gaben von Brot und Wein auf den Altar
gestellt. Lass sie uns helfen, unser Vertrauen in deine liebende
Nähe nie zu verlieren. Du hast sie uns schon geschenkt in deinem
auferstandenen Sohn, der mit dir liebt in alle Ewigkeit
Vaterunser –
Friedensgruß
Meditation nach der Kommunion
Schlussgebet
Ewiger Gott. Wir haben mit Freude das
österliche Mahl gefeiert, durch das deine Kirche immer neu
wiedergeboren und gestärkt wird. So richte auch uns wieder auf und
führe uns zur Herrlichkeit der Auferstehung, durch Christus, unseren
Herrn.
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